

In Beziehung zu sein ist der natürliche Zustand des Menschen. Unsere Beziehungen miteinander werden jedoch häufig gestört von Projektionen und Besitz ergreifendem Verhalten. Beglückende Kommunikation wird dann möglich, wenn unser Energiefeld von Anhaftungen und Blockaden frei ist und wir aus unserem höheren Selbst heraus sprechen und handeln.
Mit anderen Menschen authentisch zu kommunizieren und dabei Anhaftungen zu vermeiden, ist immer eine Herausforderung. Einigen wenigen gelingt das mühelos, den meisten jedoch nicht. Wenn man authentisch kommunizieren kann, lassen sich Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude mühelos miteinander teilen. Wenn man es nicht kann, hat das Konsequenzen: der Selbstausdruck kann darunter leiden, die Kommunikation kann absterben und das Einfühlungsvermögen blockiert werden. Wenn die Anhaftung zu sehr zunimmt, kann es nur noch sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein, eine intim-vertraute Beziehung miteinander zu haben.
Authentisch kommunizierende Menschen sind leicht zu erkennen. Ihre Gefühle und Emotionen tauchen spontan und tief aus ihrem Innern auf, und sie können sich in die authentischen Verlangen, Gefühle, Emotionen und Ziele anderer Menschen hinein versetzen.
Du bist ein inter-dimensionales Wesen
Um zu verstehen, was authentische Kommunikation ist und was nicht und wie sie durch Anhaftung gestört werden kann, muss dir erst einmal klar werden, dass du ein inter-dimensionales Wesen bist. Du besitzt einen authentischen und auch einen individuellen Verstand und ein Ego. Sie funktionieren und kommunizieren in einem Universum, das physische und nicht-physische Dimensionen besitzt.
Dein authentischer Verstand wird oft auch höherer Verstand genannt. Er ist ein authentischer Teil deines Energiefeldes – das ist das Feld aus feinstofflicher Energie, das dich umgibt und deinen physischen Körper durchdringt. Dieses Feld besteht aus Energiekörpern und dem Energiesystem (Chakren, Auren, Meridiane), das deine Körper unterstützt. Wenn du durch deinen authentischen Verstand (im Einklang mit deinem Nervensystem und deiner Körpersprache) kommunizierst, kreierst du keine Anhaftung – weil die Energie (Shakti, Prana, Chi usw.), die man dann miteinander teilt, ausschließlich universelle Eigenschaften manifestiert. Universelle Eigenschaften können dich nicht an andere Menschen anhaften lassen oder intime Beziehungen beeinträchtigen.
Wenn man authentisch miteinander kommuniziert, entstehen keine anhaftenden Rückstände, sondern nur Prana; und Prana manifestiert die universellen Eigenschaften Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude.
Der individuelle Verstand und das Ego
Der individuelle Verstand und das Ego hingegen bestehen ausschließlich aus Energie mit individuellen Eigenschaften, wie Masse, Dichte, Polarität und Oberflächenbeschaffenheit (die klebrig sein kann). Aufgrund dieser Eigenschaften können der individuelle Verstand und das Ego Anhaftung kreieren und den Prana- Fluss durch dein Feld beeinträchtigen.
Energie mit Eigenschaften ist dir bestens bekannt. Es ist dieselbe Energie, die Druck und Schmerzen verursacht, wenn du gestresst bist, und sie kreiert Angst, Selbstzweifel und Anhaftung, wenn sie projiziert wurde. Nur Prana kann eine authentische Kommunikation möglich machen, und jede Beeinträchtigung des freien Prana-Flusses in deinem Feld führt dazu, dass du nicht ohne Anhaftung kommunizieren kannst.
Um jedoch Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude in einer Beziehung zu erfahren, muss unauthentische Kommunikation so oft wie möglich durch authentische ersetzt werden. Damit das gelingt, musst du zunächst einmal wissen, warum du deinem individuellen Verstand und deinem Ego so verhaftet bist und was so schwierig daran ist, authentisch zu kommunizieren.
Das Kali Yuga
Eine oft unterschätzte Ursache ist der Einfluss des Kali Yugas – das ist das Zeitalter, in dem wir leben. Dem Yoga nach sind in dieser Zeit die Felder aus eigenschaftsbehafteter Energie im individuellen Verstand und Ego und um uns herum so dicht und polarisiert, dass es schwierig,
wenn nicht sogar unmöglich ist, im authentischen Verstand zentriert zu bleiben und ohne Anhaftung zu kommunizieren.
Ist man erst einmal der Energie mit Eigenschaften verhaftet, passiert Folgendes: Immer dann, wenn ein Gedanke, eine Emotion oder ein Gefühl auftaucht und man die eigenen Bedürfnisse oder Verlangen geistig oder verbal ausdrückt, projiziert man eine Welle, eine Schnur oder eine Energieblockade auf den Menschen, an den man gerade denkt. Diese Projektionen werden – egal ob sie bewusst oder unbewusst sind – nicht nur für Anhaftung sorgen, sondern auch dein Energiefeld und das deines Kommunikationspartners beeinträchtigen.
Beziehungen aus vergangenen Leben lösen
Authentische Kommunikation kann auch dann gestört werden, wenn man an Menschen gebunden ist, zu denen gar keine körperliche Beziehung mehr besteht. Dazu gehören Beziehungen, die in diesem Leben in die Brüche gegangen sind oder Beziehungen aus vergangenen Leben, denen man noch karmisch verhaftet ist.
Tatsächlich haben sehr viele Menschen, ohne es zu wissen, diese Anhaftungen an Liebhaber/- innen und Freunde aus diesem und aus vergangenen Leben. Wenn aber die physische Beziehung aufgrund von Entscheidung oder durch Tod vorüber ist, ist es unabdingbar, dass all diese Anhaftungen (Schnüre z.B.) durchtrennt werden.
„Schnüre“ sind energetische Verbindungen, und sie verursachen ungesunde Anhaftungen. Man kann sie durchtrennen, wenn man die Stelle findet, an der die Schnur das eigene Feld durchdrungen hat. Dann muss man die Schnur mit mentaler Aufmerksamkeit entlang fahren, bis man auf den Menschen am anderen Ende trifft. Es spielt keine Rolle, ob derjenige inkarniert ist. Man muss sich nicht einmal an den Namen erinnern oder daran, welche Art von Beziehung man miteinander hatte. Es ist lediglich nötig, diese Schnur zu erblicken bzw. zu erspüren.
Wenn dir das gelungen ist, schließe deine Augen und atme tief durch die Nase, bis du entspannt bist und dich kein Gedanke mehr davon abhält, fokussiert zu bleiben. Dann folge deiner Schnur bis an ihr anderes Ende. Sie wird sich wie eine lange, etwa fingerbreite Röhre anfühlen oder aussehen. Wenn du den Menschen am anderen Ende der Schnur gefunden hast, dann bekräftige laut – ohne es zu versuchen oder dich dabei zu beobachten: „Es ist meine Absicht, die Schnur zu durchtrennen, die mich an den Menschen bindet, an den ich gerade denke.“
Die Verpflichtung sich selbst gegenüber stärken
Obwohl anhaftungslose Kommunikation durch die oben erwähnten Dinge gestört werden kann, ist keines dieser Hindernisse stark genug, um authentische Kommunikation unmöglich zu machen – du musst nur deinem authentischen Verstand gegenüber verpflichtet bleiben.
Der Kern der Sache ist nämlich, welche Entscheidungen du triffst und welcher Sache du dich verpflichtest. Die meisten Menschen entscheiden sich für die Anhaftung an ihren individuellen Verstand und ihr Ego und an andere Menschen – und verteidigen sie sogar.
Auch wenn die Entscheidung größtenteils unbewusst ist – die Unfähigkeit, authentisch zu kommunizieren, kann nur dann behoben werden, wenn man die eigene Verpflichtung gegenüber seinem authentischen Verstand stärkt und sich dazu entscheidet, authentisch zu kommunizieren.
Die Verpflichtung gegenüber dem authentischen Verstand und das Kommunizieren ohne Anhaftung kann man stärken, indem man wählt, so ehrlich und mit soviel Integrität wie möglich zu kommunizieren. Außerdem sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, ein guter Mensch zu sein. Die Energie, die dem Bedürfnis gut zu sein zugrunde liegt, führt stets zu Anhaftungen und blockiert den Prana-Fluss durch dein Energiefeld.
Die Kontrolle über dein Energiefeld kannst du wiedererlangen, indem du Verantwortung für dein eigenes Wohlbefinden übernimmst. Denk daran: Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude tauchen aus deinem Innern auf, wann immer du authentisch kommunizierst.
Eine andere Möglichkeit, Anhaftungen zu vermeiden und authentischer zu kommunizieren, ist, sich nicht an unauthentische Emotionen zu binden und sie auf andere Menschen zu projizieren.
Es gibt nur vier authentische Emotionen: Wut, Angst, Schmerz und Freude. Emotionen wie Eifersucht, Verzweiflung, Neid und Bosheit stammen nicht aus dem authentischen Verstand, sondern aus Energie mit Eigenschaften, die du in deinem individuellen Verstand und Ego mit dir trägst. Wann immer du dich dabei ertappst, in unauthentischen Emotionen zu schwelgen, dann weise sie genauso wie die dazugehörigen Einstellungen zurück, indem du einfach nein zu ihnen sagst. Vielleicht fällt es schwer zu akzeptieren, dass das Nein sagen helfen kann, authentischer zu kommunizieren, aber wenn es um authentische Kommunikation geht, ist ein Nein genauso wichtig wie ein Ja.
Keith Sherwood
Keith Sherwood widmet sich seit über 25 Jahren als Seminarleiter und Autor der praktischen Energiearbeit und hält Vorträge und Seminare in Nordamerika, Europa und Südafrika. Seine Bücher sind in mehr als 20 Ländern veröffentlicht worden.
Seminarinfo/Kontakt: Tel. +49 (0)30-6144613, Internet: www.onewholelove.com
Keith Sherwoods Blog mit vielen Kurzartikeln:
http://keithsherwood.blogspot.com
BUCH-TIPP
Keith Sherwood: Die Kunst spiritueller Liebe
(Lüchow, 2006)
Das Zeitalter der Angst
Die Epoche, in der wir leben, ist als Kali Yuga bekannt. Das Sanskrit-Wort Kali bedeutet „Zwist“ oder „Streit“. Im Kali Yuga wurde das kollektive Feld der Maya dichter und intrusiver als jemals zuvor. Im Srimad Bhagavatam, einem alten yogischen Text, kann man lesen: „Die Menschen dieser Welt sind im Zeitalter der Kali voller Ängste. Jeder ist von irgendeiner Art von Krankheit befallen. … Es gibt Leiden wegen Erkrankungen im Innern, Trennung von Nahestehenden und Geliebten und
Ängste vor Veränderungen des Bestehenden. Dies sind einige der wichtigen Faktoren, die die Menschen dieses Zeitalters unglücklich machen.“
Das Kali Yuga begleitet uns seit langer Zeit. Seine Auswirkungen sind im Westen jedoch seit dem 17. Jahrhundert noch grundlegender geworden. Denn seit dieser Zeit werden das Denken und das Streben nach Wissen von kartesianischem Gedankengut dominiert. Die Methoden, die Descartes
bevorzugte, waren analytisch und basieren ausschließlich auf Konzepten, die vom individuellen Verstand und vom Ego ausgearbeitet werden – Phänomene wurden in eine logische Reihenfolge eingeordnet, so dass sie außerhalb des Kontextes einer Beziehung analysiert werden können.
Die kartesianische Perspektive, die die Funktionen des individuellen Verstandes und des Egos über die des authentischen Verstandes stellt, ist zu einem großen Teil für die Entwicklung der wissenschaftlichen Methodik verantwortlich, die – wie wir alle wissen – eine weltweite technologische Explosion in den letzten beiden Jahrhunderten zur Folge hatte.
Dennoch können wir jetzt erkennen, dass die Wahrnehmungsweise, die von Descartes favorisiert wurde, katastrophale Folgen für die Menschen hatte, denn es hat sie gelehrt, an den individuellen Verstand und das Ego zu glauben statt an den authentischen Verstand, der alles im Kontext von Beziehungen erkennt und sich Wissen durch Beobachtung, Einsicht und Intuition aneignet.
Der Triumph des individuellen Verstandes und des Egos im Kali Yuga hat zur Folge, dass Generationen von Menschen (besonders im Westen) vom universellen Bewusstsein, ihrem Energiefeld und von anderen Menschen entfremdet aufwachsen.
Aus: Keith Sherwood, Die Kunst spiritueller Liebe (Lüchow Verlag, 2006)
„Die Kunst spirituellen Heilens“ ist vor fast 20 Jahren erschienen und wurde seither in mehr als 15 Ländern immer wieder neu aufgelegt. Mit diesem Buch hat Keith Sherwood ein klassisches Standardwerk für all jene geschaffen, die sich ernsthaft für das Thema Heilen interessieren.
"Heilung ist weit mehr als die Beseitigung physischer Symptome und die Wiederherstellung der körperlichen Gesundheit. Es ist die Rückkehr zu Ausgeglichenheit und Harmonie."
Keith Sherwood
Heilungsenergie fließt fortwährend durch den Menschen und wartet nur darauf, benutzt zu werden. In diesem Buch lernen Sie, wie man sich dieser Energie bewusst wird und wie man sie einsetzen kann, um sich und andere zu heilen.Spirituelle Heilungsenergie ist für alle verfügbar, die sich öffnen, die davon überzeugt sind, dass sie existiert und von ihr erwarten, dass sie ihr Leben verändert, indem sie Krankheit in Gesundheit überführt. Sie ist eine Gabe Gottes, die jedem zuteil wird, der danach offenen Herzens verlangt. Man kann sie mit dem ständigen Erneuerungsprozess vergleichen, der in jedem gesunden Menschen vor sich geht und ihn gesund erhält.
Der Heiler greift ein, um den Heilungsprozess zu beschleunigen, wenn der Zustand des Gesundseins gestört worden ist; er wirkt als Instrument zur Wiederherstellung von Gesundheit, Harmonie und Gleichgewicht. Die Aufgabe des Heilers ist es, die Ursachen von Disharmonie und Krankheit bei seinem Patienten zum Kanal der Heilungsenergie zu werden, so dass die Ursachen der Krankheit beseitigt werden, das Gleichgewicht wieder hergestellt wird und die Symptome verschwinden.
Wer dieses Buch liest und das spirituelle Heilen praktiziert, wird bis an die Grenzen seiner Kreativität geführt. Wer heilt, transzendiert das Endliche und wird zum Überträger unendlicher Liebe und Kraft, indem er ein Werkzeug des „göttlichen Willens“ wird, ein Kanal der Heilungsenergie. Während des Heilungsvorganges selbst überschreitet der Heiler die menschlichen Begrenzungen.
Gott hat keine Favoriten und schüttet seine Gaben über alle aus, die sie wirklich brauchen und wünschen. Wer den aufrichtigen Wunsch hat, zu einem Kanal der Heilungsenergie, sich und andere zu heilen, der wird nicht enttäuscht. Der aufrichtige Wunsch ist der Schlüssel. Benutzen Sie ihn, um die inneren Türen aufzustoßen, durch die Gottes Heilkraft fließen wird.
Keith A. Sherwood: Die Kunst spirituellen Heilens, Lüchow Verlag 2005, 16,95 €, ISBN-10 3363030789
Chakra Therapie ist erstmalig 1995 in englischer Sprache erschienen und wurde seither in vielen Ländern immer wieder aufgelegt. In deutscher Sprache war es ursprünglich unter dem Titel „Kraftzentren des Lebens“ erhältlich. Seit 2003 ist es in Neuauflage unter dem Titel „Chakra Therapie“ im Handel.
„Energie ist Gegenstand und Grundlage dieses Buches, denn Energie in ihren unendlich vielfältigen Formen bestimmt die körperliche Gesundheit, das emotionale und mentale Befinden und die Bewusstseinsebene des Menschen.“
Keith A. Sherwood
Wer sind wir? Warum fühlen, denken und handeln wir so, wie wir es tun? Warum fühlen wir uns an einem Tag wohl und am anderen schlecht? Warum quälen uns einmal Gedanken der Angst und Depression und warum möchten wir ein andermal vor lauter Glücksempfindungen „die ganze Welt umarmen?
Keith Sherwood beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit den Menschen und den menschlichen Kraftzentren und hat dabei entdeckt, dass die Probleme des Menschen im Grunde Energieprobleme sind. Bei allen Gedanken, Gefühlen und Aktionen handelt es sich um energetische Vorgänge. Will der Mensch begreifen, wer er ist und warum er in einer bestimmten Weise handelt, fühlt und denkt, muss er sich selbst energetisch kennen lernen, muss er wissen, wie er sich diese Energie zunutze machen kann. Er muss sich auch darüber klar werden, auf welche Weise er von Energie beeinflusst wird, sowohl durch die eigene als auch durch die von anderen Menschen ausgehende Energie, aber auch durch das Energiefeld, das alles im Universum durchdringt und miteinander verbindet.
Chakra Therapie soll in erster Linie eine Lücke füllen und die unerforschten Teile des feinstofflichen Körpers behandeln, die von den orthodoxen psychologischen Denkmodellen nicht berücksichtigt werden.Das Buch beschäftigt sich intensiv mit den Schwingungen, aus denen das Energiefeld des Menschen besteht und die das Bewusstsein des Menschen, seine Beziehungen und seine körperliche Gesundheit beeinflussen.
Sie werden in diesem Buch das Prana kennen lernen, das bedeutet in Sanskrit „absolute Energie“ und erfahren, wie das Prana durch die feinstofflichen Kraftzentren Ihres energetischen Organismus fließt. Dieses Energiesystem besteht aus den Chakras (Energietransformatoren), den Auren (Energiespeichern) und den Nadis (Energiekanälen).
Sie werden auch etwas darüber erfahren, wie Prana von einem Menschen auf einen anderen projiziert werden kann und auch tatsächlich projiziert wird und wie sich diese Strahlungen auf zwischenmenschliche Beziehungen auswirken.
Vor allem werden Sie lernen, sich selbst zu heilen, indem Sie Ihre Kraftzentren in Ordnung bringen, denn Chakra Therapie dient auch als Übungsbuch. Sie finden darin Übungen und Techniken, die Ihnen helfen, Ihren Energiepegel anzuheben, also schädliche Energieschwingungen in gesunde Frequenzen zu verwandeln. Dadurch werden Sie nicht nur in den Zustand von Gleichgewicht und Harmonie mit sich selbst zurückversetzt, sondern auch mit allen Ihnen Nahestehenden sowie mit der vieldimensionalen Welt, in der wir leben. Es wird Ihnen schließlich gelingen, sich wieder mit dem universellen Energie- und Bewusstseinsfeld zu verbinden.
Keith A. Sherwood: Chakra Therapie, Schirner Verlag 2003, 15,90 €, ISBN-10 3897671476
Im Januar 2007 ist in der Zeitschrift Visionen ein neuer Artikel erschienen. Die Inhalte können Sie im Beitrag "Wie man Intimität wieder herstellen kann" unter der Kategorie "Artikel" nachlesen.
Chakras & Karma ist im Herbst 2003 im deutschsprachigen Raum erschienen. Es beinhaltet einzigartiges Wissen und eine Fülle wertvoller Informationen und Übungen für Suchende auf dem Weg zur Transzendenz. Hier die Buchrezension:
Karma überwinden – das Selbst erfahren
Wie kann man in jedem Augenblick das Selbst verwirklichen und auf diese Weise dauerhaft Freude, Intimität und Glückseligkeit erfahren? Tatsache ist: Dieser Zustand existiert von vorneherein in den Tiefen jedes Menschen; man muß sich seiner lediglich bewusst werden. Das größte Hindernis dabei sind die Anhaftungen an die Welt, die aus karmischem Ballast entstehen. Karmischer Ballast verursacht nicht nur Leiden und Krankheiten, sondern er begrenzt auch das Bewußtsein.
Chakras und Karma beschreibt mit großer Klarheit und wissenschaftlicher Präzision, wie man karmischen Ballast überwinden kann, wie man sein Energiefeld schützt, indem man seine Grenzen stärkt und wie man es in einen Zustand strahlender Gesundheit versetzt. Diese Voraussetzungen ermöglichen es, Vergnügen, Liebe, Freude und Intimität intensiver zu erleben und schaffen die Grundlage für das letzte Ziel, die Selbstverwirklichung.
Mit Chakras und Karma liegt erstmalig ein Werk vor, das dem Leser nicht nur überragendes Wissen über das menschliche Energiesystem und dessen Wechselwirkungen mit der externen Umgebung zugänglich macht. Es unterstützt ihn darüber hinaus durch einfach nachvollziehbare, konkrete Übungen und gibt Anfängern und Fortgeschrittenen damit einen Fahrplan, der Schritt für Schritt den Weg zur Transzendenz weist.
In mehr als zwanzigjähriger Arbeit hat der Autor Methoden der Energiearbeit entwickelt, die auf dem jahrtausendealten Wissen der Traditionen des Yoga, des Jainismus und des Hinduismus aufbauen. Diese Methoden wurden für die Menschen in der heutigen Zeit entscheidend weiterentwickelt und verfeinert.
Das Buch stellt ein einzigartiges Grundlagenwerk dar, auf das ernsthaft Suchende seit langem gewartet haben und das schon jetzt als der Klassiker der Energiearbeit des neuen Jahrtausends bezeichnet werden kann.
Keith A. Sherwood: Chakras & Karma, Schirner Verlag, 17,40 €, ISBN 3-89767-153-0

Unterwegs zur Seligkeit
Warum Sie auf Ihre Energiekörper Acht geben sollten.
Der Mensch besteht nicht aus Fleisch und Blut allein – das physische „Fahrzeug“ des Bewusstseins wird von einer Vielzahl feinstofflicher Energiekörper begleitet. Aber die meisten Menschen sind blind für ihre Energiehüllen und kümmern sich deshalb nicht darum – mit schwerwiegenden Folgen. Unangemessene Emotionen, Gedanken und Handlungen beeinträchtigen den freien Fluss der Lebensenergie (Prana) auf allen physischen und nicht-physischen Ebenen des menschlichen Energiesystems. Verlangen, Bindungen und karmischer Ballast aus Vergangenheit und Gegenwart fügen weitere Blockaden und Verformungen hinzu. Klar, dass man mit derartigen Störungen auf Dauer nicht unbeschwert leben kann. Aber können diese Schäden im Energiesystem behoben und dessen ursprüngliche Integrität wiederhergestellt werden?
Genau darum geht es in der so genannten Energiearbeit. Seit gut 25 Jahren leistet Keith Sherwood in Seminaren und Vorträgen unermüdlich Aufklärungsarbeit über die universellen Gesetze, die das Gefüge von Bewusstsein, Energie und Körper regulieren. Zudem vermittelt er Methoden, um die Energiekörper zu reinigen, karmische Energie zu entfernen und Zugang zum göttlichen Bewusstsein, zur Transzendenz, zu erlangen. Keith Sherwood sprach mit VISIONEN über Aspekte der Energiearbeit, Karma und Erleuchtung.
Frage: Zunächst haben Sie im Bereich des spirituellen Heilens gearbeitet, haben sich aber davon distanziert und zwischenzeitlich die „Mechanik“ und Dynamik des menschlichen Energiesystems erforscht. Wie würden Sie Ihre Arbeit heute beschreiben?
Keith Sherwood: Meine Arbeit ist nicht das Ergebnis irgendeines Systems von Energiearbeit, das ich gelernt hätte. Das Fundament und das Vokabular, das ich verwende, sind dem Yoga und dem Vedanta entlehnt, sind aber nicht genau Advaita (Nicht-Zweiheit). Im Advaita würde man sagen: „Nichts von all dem hier passiert; du existierst nicht, ich spreche nur mit mir selbst, es gibt nur ein Wesen – Göttliches Bewusstsein.“ Aber wenn Sie sich mit der Welt der Erscheinungen befassen und eine eingeengte Perspektive einnehmen, dann müssen Sie sagen: „Dieses existiert, wir stehen in Wechselbeziehung mit anderen Personen und Lebewesen.“ Zudem gibt es einen linearen Ablauf der Zeit, der den Abstand zwischen Ereignissen misst: Frühstück – Mittagessen – Abendessen, oder: gesund – krank – Arztbesuch – Behandlung – Genesung. Diese Ereignisse finden statt, und sobald Sie das anerkennen, müssen Sie damit umgehen und für die Ereignisse Verantwortung übernehmen. Die Grundlage meiner Arbeit würde ich so umschreiben, dass es um Intimität mit dem göttlichen Bewusstsein geht, und das ist auch der Grund, warum wir den Zustand der Erleuchtung erreichen können. Im Alltag aber müssen wir im Feld der zwischenmenschlichen Interaktionen bestehen.
Schon als Kind erkannte ich die Einheit, aber beim Erwachsenwerden merkte ich, dass es viele, viele Probleme im Leben auf diesem Planeten gibt. Solange man nicht im authentischen Verstand ruht, solange man das Feld der Maya-Illusion nicht überwindet und das karmische Gepäck, das man mit sich herumschleppt, nicht entfernt, wird man hier Probleme haben – Probleme mit echter Vertrautheit (Intimität) in Beziehungen, mit der körperlichen Gesundheit oder damit, die Wahrnehmungsorgane nach innen zu wenden und die Freude und Glückseligkeit (engl.: bliss) zu erfahren, die von der Einheit mit dem göttlichen Bewusstsein herrühren. An der physischen Welt vollständig teilzunehmen, ist Teil des Evolutionsprozesses, der letztendlich zur Erleuchtung führt.
Heute besteht meine Arbeit größtenteils darin, Menschen zu helfen, in den transzendenten Zustand der Erleuchtung zu gelangen und diesen Zustand selbst aufrechtzuerhalten – indem sie im authentischen Verstand zentriert sind und angemessene Entscheidungen treffen, indem sie nicht auf all die vergänglichen Dinge hereinfallen und nicht dem Ego nachgeben, sondern sich der Verwirklichung des Bewusstseins verschreiben. Das ist der eigentliche Zweck unseres Daseins hier, unser Dharma.
Dauerhaft im Erleuchtungszustand verwurzelt zu sein, macht also das Ziel des menschlichen Lebens aus.
Richtig, auf der tiefsten Ebene mit göttlichem Bewusstsein vereint zu sein, und gleichzeitig flexibel und angemessen im gesamten Universum der Erscheinungen zu agieren. Es geht darum, Erleuchtung im Alltag zu erfahren und zu genießen. Die wirklich großen Meister können an der ganzen Bandbreite von Aktivitäten teilhaben. Sie können im Cafe eine Tasse Kaffee trinken und dort mit Menschen plaudern oder ins Kino gehen – und dann in Seligkeit im Satsang sitzen.
Unser Bild von Erleuchteten ist von Hollywood- Streifen wie „Ben Hur“ oder Filmen über Jesus geprägt, in denen er mit völlig ausdruckslosem Gesicht spricht, ohne Gefühle, ohne Humor, ohne Freude am Umgang mit Menschen und den Dingen der Welt. Unter diesem Eindruck nehmen Leute an, dass der Erleuchtungszustand ein seltsamer Zombie-ähnlicher Zustand ist. Das stimmt einfach nicht!
Warum haben Sie den Fokus Ihrer Arbeit vom Spirituellen Heilen auf die Energiearbeit verschoben?
Seit meiner Kindheit befinde ich mich im Zustand der Seligkeit und kann die Energien und die Motivation von Menschen wahrnehmen. Ende der 80er Jahre, nachdem ich eine Weile versucht hatte, Menschen den Umgang mit Energie beizubringen und Bücher geschrieben hatte, stellte ich fest, dass sie nicht weiterkamen, weil irgendetwas sie blockierte. Das eigentliche Problem war nicht etwa mangelnde Bereitschaft – sie hatten alle ein authentisches Verlangen nach Erkenntnis und Transzendenz, aber sie waren so blockiert, dass sie nicht in der Lage waren, den Energiefluss in ihrem Feld zu erhöhen, Energiearbeit zu machen und wirkliche Nähe (Intimität) in Beziehungen zu erleben. Deshalb zog ich mich nach etlichen Jahren in Europa in die Wildnis Alaskas zurück, um die Wirkungsweise dunkler Energie zu erforschen – das war eine wirklich harte Zeit!
Ich lernte, wie dicht karmische Energie (wie ich es heute nenne) sein kann und wie sehr sie Menschen beeinträchtigt, wenn sie erst mal in deren Energiefeld eingedrungen ist. Ich lernte, wie Menschen Energien aufeinander projizieren, wie die Energie im menschlichen Energiefeld festgehalten wird und dessen Funktionen stört, wie sie den Prana-Fluss behindert, Intimität unmöglich macht und den Menschen davon abhält, sich nach innen zu wenden und die eigene Göttlichkeit zu erfahren. Alles, was schief läuft, hat hier seinen Ursprung.
All dies erforschte ich methodisch-wissenschaftlich, Schicht um Schicht, eine Dimension nach der anderen und erkannte, wie nutzlos es war, weiterhin spirituell zu heilen. Denn die Heilung und Behandlung einer physischen Krankheit findet nur auf der letzten Ebene eines sehr vielschichtigen Zustands statt. Nachdem ich gelernt hatte, karmischen Ballast in meinem eigenen Energiefeld und unter verschiedenen Bedingungen auszumachen und zu entfernen, konnte ich das auch für andere tun – ihr Einverständnis vorausgesetzt.
Eine Art karmische Chirurgie also! (lacht). Was ist Ihre Motivation? Geht es Ihnen darum, wissenschaftliche Erkenntnisse über das menschliche Energiesystem zu gewinnen, oder haben Sie auch den Wunsch, anderen zu helfen, ihren karmischen Ballast loszuwerden?
Da ich schon immer im Zustand der Einheit und Glückseligkeit gewesen bin, gibt es kein Ich als Bezugspunkt. So habe ich auch kein echtes persönliches Interesse daran, anderen zu helfen. Ich sehe die Dinge vielmehr in universellen Begriffen. Menschen sind ewige Wesen, und es ist das kollektive Dharma aller Menschen, das göttliche Bewusstsein zu erfahren. Wenn also Menschen, die mit mir arbeiten und ihrer Erleuchtung verpflichtet sind, durch dichte, karmische Energie davon abgehalten werden, die Einheit mit dem göttlichen Bewusstsein zu erfahren, dann ist es für mich angemessen, alles Notwendige zu tun, um die Blockaden zu entfernen.
Warum kommen die Menschen zu Ihnen? Weil sie Erleichterung und Heilung suchen oder Unterweisung, oder aus Angst vor karmischem Unglück?
Angst ist sicherlich mit ein Grund, Karma auch, und manche wollen nur geheilt werden. Die meisten bleiben nicht, um die Arbeit mit mir zu machen. Sie spüren, dass die Arbeit für sie nicht das Richtige ist, weil es ihnen zuviel abverlangt oder weil sie ihre Anhaftung an die Welt nicht aufgeben wollen, obwohl genau diese Anhaftung sie davon abhält, ihre a priori Einheit mit dem göttlichen Bewusstsein zu erfahren. Die, die bleiben, haben ein Verlangen nach entweder Wahrheit, Freiheit oder göttlicher Liebe. Alle drei sind Verlangen des göttlichen Bewusstseins. Menschen, die Verlangen nach einem dieser drei Dinge haben, bleiben bei der Arbeit mit mir, denn sie haben den brennenden Wunsch, aus dem persönlichen Drama, das sie gefangen hält, auszusteigen.
Die Göttin (Shakti, die Schöpfungsenergie) hat zwei Rollen: Zum einen hält sie alle im Maya-Feld, im Film, gefangen. Dazu gebraucht sie das ganze karmische Gepäck, die Beziehungen, die Bedürfnisse und Wünsche, die uns ablenken, uns zerstreuen und uns das Gefühl geben, wir seien sehr, sehr wichtig. Aber wenn sie einen nicht länger festhalten kann, wandelt sie sich in die Göttin Kundalini und hilft einem, aufzusteigen und die Transzendenz zu finden. Diejenigen, die mit mir die Arbeit machen, haben das Bestreben, aus dieser Matrix, die sie gefangen hält, auszubrechen.
Setzt die Befreiungsarbeit mit Ihnen nicht eine gewisse karmische Reife und Bereitschaft voraus?
Richtig – Opfer sind notwendig. Wer mit mir die Arbeit macht, ist bereit, Dinge, die ihn festhalten, aufzugeben, damit er über sie hinauswächst und Transzendenz erlangt. Meistens sind es Bindungen an Menschen, Überzeugungen, kulturelle Errungenschaften und Normen usw. Die Menschen, die mit mir arbeiten, haben begriffen, dass Erleuchtung ein Zustand der Losgelöstheit in dieser manifesten Welt ist, und irgendetwas in ihnen will das um jeden Preis erlangen.
Ich habe das spirituelle Heilen aufgegeben, um Menschen mit dieser Einsatzbereitschaft zu helfen, in den Zustand der Authentizität und Seligkeit zu gelangen. Dabei werden aber mehr Menschen denn je auch von physischen Beschwerden geheilt, einfach weil Karma, das ihre Transzendenz behindert, entfernt wird. Es ist eine individuelle Arbeit mit Einzelpersonen, bei der ich im Dienste der Transzendenz Karma entferne oder die Kundalini aufsteigen lasse. Aber: Im Dienst der Transzendenz wird auch der Körper geheilt.
Im Satsang erinnern die Advaita-Lehrer daran, dass wir Menschen erleuchtete, vollkommene göttliche Wesen voller Liebe sind. Aber unser Handeln ist häufig alles andere als liebevoll. Wie gehen Sie diese Diskrepanz an?
Ich spreche sehr selten über Liebe. Aber es ist die Wahrheit, dass jeder Mensch ein göttliches Wesen ist und in der Lage, göttliche Liebe zu teilen. Wenn Sie sich jedoch umsehen, lässt sich unschwer erkennen, dass Menschen große Probleme haben, und die sind nicht wegzuleugnen. Wir leben derzeit im Kali Yuga, und das kollektive Feld, in dem wir leben, ist extrem dicht, setzt alle unter Druck und stört die zwischenmenschlichen Beziehungen. Und damit muss man sich befassen. Dazu gehören Bindungen an verflossene Liebhaber, die die Vertrautheit mit dem gegenwärtigen Partner stören; oder Menschen mit bestimmten Absichten, die einen anderen Menschen manipulieren, indem sie Energie in sein Feld projizieren und ihn daran hindern, das göttliche Bewusstsein in sich hervortreten zu lassen.
Durch Projektionen und karmische Anhaftungen kann der freie Prana-Fluss (reine Lebensenergie) beeinträchtigt werden. Göttliches Bewusstsein kann in einer Person nicht in Erscheinung treten, wenn Energiekörper heraus geschoben sind. Dies geschieht, wenn eine andere Person sie auf traumatische Weise blockiert. Die Körper eines Menschen sind „Vehikel“ für göttliches Bewusstsein, dazu gehören die Energiekörper, die Bewusstseinskörper und der physische Körper. Sie müssen frei von Karma und richtig integriert sein, d.h. sie müssen genau denselben Raum einnehmen wie der physische Körper. Erst dann kann göttliches Bewusstsein manifest werden und strahlen. Im blockierten Zustand ist göttliches Bewusstsein zwar als winzig kleiner Lichtpunkt vorhanden, aber es gelangt nicht zum Ausdruck.
Energiearbeit ist sehr praktisch und darauf angelegt, das menschliche Energiesystem in einen Zustand perfekter Gesundheit zu versetzen, damit die Einheit mit dem göttlichen Bewusstsein erfahren werden kann – das ist das Allerwichtigste! Keith Sherwood, vielen Dank für dieses Gespräch!
Das Interview führte Inge Hasswani für VISIONEN, Ausgabe 5/2006.
Fühlt sich Dein Körper taub an und hast Du Probleme damit, Dich in Deine Freunde und Familie einzufühlen? Vielleicht bist Du nicht richtig geerdet, weil Dir niemand beigebracht hat, wie man seine physischen und ätherischen Chakren aktiviert.
Die meisten wissen nicht, dass es außer den sieben Chakren entlang der Wirbelsäule und im Kopf noch zwei ätherische und zwei physische Chakren gibt. Das obere ätherische Chakra befindet sich zwischen dem zweiten und dritten Chakra. Das untere ätherische Chakra liegt ihm direkt gegenüber. Das obere physische Chakra befindet sich in Deinem Kopf – vier Zentimeter über und hinter Deinem siebten Chakra. Dein unteres physisches Chakra liegt hinter und vier Zentimeter über Deinem ersten Chakra. Die ätherischen Chakren regulieren das Empfinden.
Um alle Empfindungen Deines Körpers richtig wahrnehmen und sich in andere hineinfühlen zu können, müssen diese Chakren aktiv sein. Das Maß an sexueller Energie und Deine Fähigkeit, Deine Kreativität zu manifestieren, hängt davon ab, ob Deine physischen Chakren aktiv sind. Wenn die ätherischen und physischen Chakren aktiv sind, ist es ihre Energie, die Dich mit der Erde und den Geschöpfen dieses Planeten verbindet.
Sich zentrieren
Um Dich zu erden, benutze die Handfläche Deiner ‚bestimmenden’ (maskulinen) Hand, um die Vorderseite Deines Chakras zu stimulieren. Wenn Du Rechtshänder bist, ist es die rechte Hand, andernfalls ist es die linke. (In jeder Handfläche befindet sich ein kleines Energiezentrum, das Energie abstrahlt, und die Energie, die aus Deiner maskulinen Hand strahlt, kann die Vorderseite Deines Chakras stimulieren).
Wenn Du die Vorderseite jedes Chakras gefunden hast, dann erforsche diese Region mit der Handfläche Deiner maskulinen Hand. Du wirst feststellen, dass diese Technik am Besten funktioniert, wenn sich Deine Handfläche ungefähr fünfzehn Zentimeter vor Deinem Körper befindet.
Immer wenn Du die Vorderseite eines Chakras gefunden hast, wird es anfangen zu vibrieren. (Fang mit dem oberen ätherischen an und geh dann zum unteren ätherischen, dann zum oberen physischen und zuletzt zum unteren physischen Chakra). Sobald ein Chakra aktiviert ist, wird es auch dann weiter vibrieren, wenn Du Deine Hand wieder wegnimmst.
Wenn alle Chakren vibrieren, schließ Deine Augen und nimm Dir fünfzehn Minuten, um die Auswirkungen zu genießen. Danach zähle von eins bis fünf. Bei fünf öffne Deine Augen. Du wirst geerdet sein und Dich besser fühlen als zuvor.
Das Ziel jedes Menschen auf dieser Welt – egal ob er sich dessen bewusst ist oder nicht – ist, die Einheit mit dem Universellen (oder Göttlichen) Bewusstsein zu erfahren. Auch wenn einem das unmöglich vorkommt - es ist eine Tatsache, dass sich jeder Mensch bereits in Einheit mit dem Universellen Bewusstsein befindet. Keine körperliche, emotionale, geistige oder spirituelle Verfassung kann daran etwas ändern.
Genau genommen ist dieses Eins-Sein nichts, was man durch Selbstverbesserung erreichen oder in einem Lehrgang oder durch Studien erlernen könnte. Es ist weder für die reserviert, die sich auserwählt glauben noch denjenigen vorbehalten, die einer speziellen Lehre anhängen. Einheit mit dem Universellen Bewusstsein ist ein Zustand, und dieser Zustand existiert a priori in jedem Menschen – auch in Dir. Selbst wenn Du in Deiner Spiritualität nichts oder wenig von dieser einzigartigen Beziehung bemerkst – sie entwickelt sich in jedem Menschen und wird irgendwann zu einem andauernden Zustand. Bis es soweit ist, ist es wichtig, eine Ahnung davon zu bekommen, was das Universelle Bewusstsein eigentlich ist, wie es ‚funktioniert’ und was es bedeutet, die Einheit mit ihm zu erfahren.
Wer oder was ist das Universelle Bewusstsein?
In yogischer, tantrischer und taoistischer Literatur ist sehr viel darüber geschrieben worden. Wichtig ist, dass man begreift, dass es sich nicht um einen Gegenstand des Wissens handelt. Das Universelle Bewusstsein besitzt keine Eigenschaften, daher ist eine präzise Definition unmöglich. Was wir aber darüber sagen können, ist, dass es die Quelle von Zeit und Raum ist und von Bewusstsein, Energie und Materie, die wiederum Zeit und Raum (in allen Welten und Dimensionen, die unsere Welt ausmachen) ausfüllen. Universelles Bewusstsein ist lebendig und gewahr. Es ist die Quelle des menschlichen Lebens und von Glückseligkeit, Liebe und Freude. Die Begrenzungen, die uns Zeit und Raum auferlegen, nehmen wir mit unseren fünf Sinnen wahr. Das Universelle Bewusstsein jedoch transzendiert diese Begrenzungen - es kann nicht sterben und ist nicht an den Kreislauf von Geburt, Leben und Tod gebunden. Die Prozesse der Evolution und Involution sorgen dafür, dass sich alle Dinge im Universum der Erscheinungen verändern. Das Universelle Bewusstsein aber ist an diese Prozesse nicht gebunden - es hat sie hervorgebracht und ist daher unveränderlich.Die Mandukya Upanishad nennt das Universelle Bewusstsein ‚Santam Sivam Adwaitam’ (Man.UP.VII). Es ist voller Frieden, Segen und nicht-dual. Es ist Stille, Grenzenlosigkeit und Vollständigkeit. Es ist Intelligenz und Glückseligkeit. Universelles Bewusstsein ist das unpersönliche Absolute. Es birgt in sich alles, was entstanden ist und existiert daher ohne Augenblick.
Wenn Du noch immer keine Vorstellung davon hast, was das Universelle Bewusstsein ist, verzweifle nicht - Du bist in bester Gesellschaft. Die meisten Weisen, Sucher, Theologen und Psychologen dieser Welt haben damit dasselbe Problem wie Du. Es ist nämlich so: wenn man versucht, das Universelle Bewusstsein mit seinem individuellen Verstand und seinem Ego zu begreifen, muss man scheitern. Dann nämlich identifiziert man sich als Individuum, und sich als Individuum zu identifizieren bedeutet, sich selbst und die eigene Wahrnehmung zu begrenzen und zu limitieren. Das, was begrenzt ist und sich ständig verändert, ist nicht in der Lage etwas zu begreifen, das ewig ist, unbegrenzt und sich nie verändert, denn es geht weit darüber hinaus.
Eine Metapher für die Wiedervereinigung
Unsere Beziehung zum Universellen Bewusstsein und das Erfahren der Einheit mit ihm, lässt sich gut mit einer Metapher erklären:
Stell Dir einen Moment lang vor, Du wärst im Kino und schaust Dir als einziger Zuschauer einen Film an, in dem Du selbst die Hauptrolle spielst. Stell Dir vor, dass Dich der Film und die Darstellung so in den Bann schlagen, dass Du total vergisst, dass Du eigentlich in Einheit mit dem Göttlichen Bewusstsein bist. Du identifizierst Dich immer mehr und ausschließlich mit der Rolle, die Du in diesem Film hast. Vielleicht ziehen Dich die Gedanken, Gefühle und Empfindungen Deiner Figur, der Ereignisse und die der anderen Charaktere so in den Bann, dass sich der Film realer anfühlt als die wirkliche Realität.
Jetzt stell Dir vor, dass Du Dich plötzlich wieder daran erinnerst, dass es sich lediglich um einen Film handelt. Du wärst plötzlich nicht länger bereit, Dich ausschließlich mit dieser Darstellung und den dazugehörigen Gedanken, Gefühlen und Empfindungen zu identifizieren. Du würdest Dich innerlich von dem Film und seinen Auswirkungen loslösen und Dich wieder mit der Ursache, dem Universellen Bewusstsein, identifizieren. Dann wärst Du plötzlich wieder in der Lage zu erkennen, wer Du wirklich bist. Du würdest erkennen, dass sowohl Du, dieser Film und alles darin dem Universellen Bewusstsein entstammen und ein Teil davon sind. Diese Wahrheit würde Dich vielleicht nicht spiritueller machen oder zu einem besseren Menschen, doch Du würdest Dich daran erinnern, wer Du wirklich bist – ein göttliches Wesen. Du könntest wieder erfahren, wie es ist, mit dem Universellen Bewusstsein bewusst in Einheit zu sein, und Du könntest all die Vorteile genießen, die damit einhergehen ... Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude.
Du hast ein Problem - Du hast etwas getan, was jemanden, den Du liebst, verletzt oder dir entfremdet hat. Du fühlst dich schrecklich, hast aber keine Ahnung, wie Du die Dinge wieder ins Lot bringen könntest. Vielleicht bist Du sogar derjenige, der verletzt wurde, und es ist Dein Stolz, der einer Versöhnung im Weg steht.Selbst wenn Du Dein Handeln als gerecht empfindest, ist Eure Intimität jetzt gestört, und die Spannung und Schwere zwischen Euch entfremdet Euch einander. Was nun? Wirst Du dem Sturm trotzen und noch härter kämpfen, um zu beweisen, dass Dich keine Schuld trifft oder ziehst Du Dich zurück und wartest einfach ab? Es ist unwahrscheinlich, dass eine dieser Möglichkeiten befriedigend verlaufen wird, denn keine von beiden wird Euch einander wieder näher bringen.
Also, lass mich Dir eine einfache Lösung vorschlagen – entschuldige Dich! Nicht, weil Du im Unrecht bist, sondern weil eine ernst gemeinte Entschuldigung Intimität wieder herstellen kann und den Pranafluss zwischen Euch beiden wieder belebt.Eine Entschuldigung kann dafür sorgen, dass das blockierte Prana zwischen Partnern in einer Beziehung wieder fließt. Prana strahlt durch die Energiezentren im menschlichen Energiefeld, die man Chakren nennt. Prana ist Energie ohne Eigenschaften. Sie strahlt zwischen Partnern, Freunden und Familienmitgliedern und macht Intimität erst möglich.
Um Intimität wiederzuerlangen, muss die Blockade, die den Pranafluss behindert, gelöst werden, und genau das kann eine Entschuldigung leisten. Allerdings muss sie freiwillig gegeben werden und aus zwei Teilen bestehen. Der, der sie gibt, muss das, was die Intimität gestört hat - ob Handlung oder Untätigkeit - genau beschreiben, und man muss ernsthaft bedauern, dass man den anderen verletzt hat, indem man: a) den Pranafluss im Energiefeld unterbrochen und b) die Blockade verursacht hat, die zur Störung der Intimität führte.
Eine echte Entschuldigung klingt ungefähr so: „Es tut mir leid, dass ich meine Wut (meine Eifersucht, Schuldzuweisung, Unsicherheit o.a.) auf dich projiziert habe und Dich und Dein Energiefeld damit verletzt habe.“
Wenn die Entschuldigung erst einmal ausgesprochen ist, wird der Pranafluss wieder hergestellt, und beide Partner werden wieder in der Lage sein, Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude miteinander zu teilen, ohne dass Groll oder Blockaden dem im Weg stehen könnten.
Eine Schwingung bzw. Atmosphäre kann durch Worte und durch visuelle Gedanken geschaffen werden. Auf diese Weise wird Energie freigesetzt, die auf die anwesenden Menschen, sofern sie empfänglich sind, eine Auswirkung haben kann. Wenn die Gedanken auf einen bestimmten Menschen gerichtet sind, funktioniert das auch über weite Strecken. Es ist, als würde man einen Stein ins Wasser werfen – der Stein trifft auf, geht unter, und von der Stelle des Geschehens aus entstehen Wellen, die sich immer weiter ausdehnen und die gesamte Umgebung der Wasseroberfläche mit beeinflussen. Bei Menschen ist es genauso. Je nachdem von welcher Art und Kraft die Gedanken des Verursachers sind und wie empfänglich der Betroffene ist – so werden die Auswirkungen ausfallen. Das erklärt, warum man oft extrem positiv oder negativ auf jemanden reagiert, auch wenn man demjenigen nicht sonderlich nahe steht oder keine gemeinsamen Interessen teilt.
In geschlossenen Räumen - z.B. Zuhause oder am Arbeitsplatz – kann ein Mensch durch solche Schwingungen allein dadurch beeinflusst werden, dass er den Raum betritt. Eine solche Atmosphäre kann sehr lange anhalten, selbst wenn ihr Verursacher den Raum schon lange verlassen hat. In kleinen Räumen lassen sich diese Atmosphären am deutlichsten erfahren – z.B. in kleinen Kapellen, wenn die andächtigen Gedanken zahlloser Menschen die Schwingung im Raum geradezu aufgeladen haben.
Diese mentalen Atmosphären wirken sich auf jeden Menschen aus. Man sollte deshalb darauf achten, dass man sich nicht freiwillig in eine Umgebung begibt, die einen negativen Einfluss auf das eigene Energiesystem oder Wohlbefinden ausüben könnte.
Atmosphären erleben
Die folgende Übung ist darauf angelegt, die eigene Unterscheidungsfähigkeit von Atmosphären zu verbessern. Es ist eine Gruppenübung, und es sollten drei bis sechs Leute daran teilnehmen. Jeder bekommt eine Nummer, um festzulegen, wann er/sie den Sensitiven spielt und den Raum verlassen muss. Während Nr.1 draußen wartet, sollten die Anderen ca. fünf Minuten lebhaft über etwas diskutieren. Jeder sollte seine Sicht über das Thema unverblümt ausdrücken. Es ist wichtig, das Thema beizubehalten und konsequent zu sein, damit sich die Raumatmosphäre mit den klar definierten Vorstellungen des diskutierten Themas aufladen kann. Danach darf der erste Sensitive wieder in den Raum geholt werden. Sowie er drin ist, sollte er anfangen, das, was er in der Atmosphäre des Raumes wahrnimmt, zu beschreiben. Es kann sein, dass er von den Gedanken, die immer noch im Raum schwingen, geradezu geflutet wird. Das kann in Form von Worten aber auch Bildern geschehen. Ein besonders empfänglicher Mensch kann vielleicht sogar das Thema und die herausstechendsten Ansichten der Gruppe beschreiben. Es können sogar körperliche Empfindungen auftreten. Angst z.B. kann sich als Enge in bestimmten Körperbereichen bemerkbar machen, auch körperliche Erregung ist möglich, Müdigkeit oder Lethargie. Als Ungeübter wird man die feinen Schwingungen wahrscheinlich nicht gleich wahrnehmen können, die dominanten Ansichten in der Gruppe sollten jedoch für jeden erfahrbar sein. Wenn der erste Sensitive alle seine Eindrücke mitgeteilt und sich die Gruppe ausgetauscht hat, ist der zweite an der Reihe, den Raum zu verlassen.