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Sonntag, 21. Juli 2013

Artikel: Was ist spirituelle Freiheit?

Was ist spirituelle Freiheit?

Von Keith Sherwood

Als man ihn zum Thema spirituelle Freiheit befragte, sagte Meher Baba, einer der anerkanntesten spirituellen Lehrer Indiens: „Alles Leben ist ein Bestreben, Freiheit von selbst-erschaffener Verstrickung zu erlangen. Es ist ein verzweifelter Kampf darum, jenes ungeschehen zu machen, was in Unwissen getan worden ist, und die angesammelte Last der Vergangenheit wegzuwerfen, um Befreiung von jenen Schuttablagerungen zu erlangen, die eine Reihe vorübergehender Erfolge und Fehler hinterlassen haben.“

Es mag vielleicht überraschen, dass diese Art von Freiheit nicht nur den Eingeweihten und Meistern des Ostens vorbehalten ist. Die Wahrheit ist, dass jeder, der sich nach spiritueller Freiheit sehnt und sich mit Integrität darum bemüht, Zugang dazu hat. Dies liegt an der interdimensionalen Natur jedes Menschen, die ihm den Zugriff auf all das Bewusstsein und all die lebensbejahende Energie ermöglicht, die man benötigt, um in jeder Lebensphase spirituell frei zu sein.

Dies bedeutet, dass spirituelle Freiheit dein natürlicher Zustand ist. Und nichts, was du selbst oder jemand anderes tut, kann dies ändern.

Leider kann spirituelle Freiheit jedoch blockiert und unterdrückt werden, und zwar durch die gesellschaftliche Konditionierung und die durch karmischen Ballast verursachten Anhaftungen an die Welt. Wie es kommt, dass spirituelle Freiheit blockiert werden kann, und wie du damit anfangen kannst, dir wieder Zugang zu ihr zu verschaffen, wird untenstehend erklärt.

Karmischer Ballast

Karmischer Ballast ist jene dichte, selbst-beschränkende Energie, die man von Leben zu Leben in seinem feinstofflichen Energiefeld mit sich herumträgt. Alle Menschen kommen mit Schichten von karmischer Energie in ihrem Energiefeld auf die Welt. Und so gut wie alle Menschen haben im Laufe ihrer Lebensphasen durch die Integration von selbst-beschränkenden Energien in ihrem Energiefeld zusätzliche Schichten an karmischem Ballast ihrem Energiefeld hinzugefügt.

Du kennst diese Energien schon. Es sind die gleichen Energien, die, wenn du unter Stress stehst, Druck und Muskelschmerzen verursachen und die bei bewusster oder unbewusster Aktivierung Angst, Selbstzweifel und Verwirrung kreieren. Karmischer Ballast ist tatsächlich in der einen oder anderen Form die Hauptursache für menschliches Leid und auch für körperliche Krankheiten.

Um einen Eindruck zu bekommen, wie man von karmischem Ballast eingeschränkt wird und wie er die spirituelle Freiheit behindert, können wir das Wissen der Jainas des alten Indiens heranziehen. Die Anhänger des Jainismus sehen karmischen Ballast als eine Form von feinstofflicher Energien, die sich im menschlichen Energiefeld ansammeln und das Bewusstsein des Selbst verschleiern und alles, was daraus hervortritt.

Laut dieser alten Religion, die Wert legt auf Ästhetik, Gewaltlosigkeit und Respekt für das Leben, erzeugt karmischer Ballast unechte Emotionen, Gefühle und Empfindungen. Er führt den Menschen in die Irre, verschleiert die Wahrheit und erschafft selbstbeschränkende Muster. Und er schmälert die persönliche Kraft und behindert das Gewahrsein des Selbst, indem er den Zugang eines Menschen zu Shaktis lebensbejahender Energie einschränkt und den Zugang zur Glückseligkeit, die aus dem Universellen Bewusstsein hervortritt.

Die Wahrheit ist, dass karmischer Ballast eine Naturgewalt ist, die einen Menschen (aufgrund vergangener Handlungen) zu Objekten und Lebewesen hinzieht und ihn dann an diese Objekte und Lebenswesen anhaftet, zu denen er sich hingezogen fühlt.

Swami Sivananda, ein Meister des Yoga, der ausführlich über die selbstbeschränkenden Aspekte des karmischen Ballasts geschrieben hat, erklärte, dass „jeder Gedanke ein Gewicht, eine Gestalt, Größe, Form, Farbe, Qualität und Kraft hat. Gedanken sind wie Dinge … Bitterkeit und Süße … befinden sich im Verstand. Sie werden durch den Gedanken erschaffen.“

Die Auswirkungen des karmischen Ballasts

Für einen durch Anhaftungen an die Welt gefangenen und durch gesellschaftliche Konditionierung getäuschten Menschen mag karmischer Ballast erscheinen als hätte er sowohl positive wie auch negative Auswirkungen. Aber es ist wichtig zu erkennen, dass selbst etwas, das positiv erscheint, die spirituelle Freiheit trotzdem einschränken kann, weil es ihre lebensbejahendsten Eigenschaften – nämlich Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude – behindern oder in zwielichtige Aktivitäten lenken kann.

Die Bedeutung von Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude im Leben eines Menschen kann nicht genug hervorgehoben werden. Die Yoga Sutras lehren, dass immer wenn selbstbeschränkende Blockaden die spirituelle Freiheit eines Menschen begrenzen, negative Empfindungen, Gefühle, Emotionen und Gedanken an die Stelle von Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude treten.

Das Kali Yuga

Auch wenn zu keiner Zeit die Menschen je völlig frei von den Beschränkungen waren, die karmischer Ballast erzeugt, ist jedoch in der jetzigen, als Kali Yuga bekannten Menschheitsepoche das kollektive, menschliche Energiefeld aus dem Gleichgewicht. Es gibt ein höheres Maß an Bösem als an Gutem und das Dunkle überwiegt das Lichte – oder wie es die Tantriker und Yogis gerne formulieren: Der Anteil an tamasischer Energie ist höher als der Anteil an weniger dichter, rajistischer und sattvischer Energie.

Tamasische Energie ist dicht und schwer und unterstützt ausschließlich trennende Eigenschaften, die sich auf die spirituelle Freiheit störend auswirken. Eifersucht ist eine solch Trennung stiftende Eigenschaft, genauso wie Unsicherheit, Arroganz und Selbstsabotage.

Eine andere Besonderheit von tamasischer Energie ist die Leichtigkeit, mit der sie von einer Person auf eine andere projiziert werden kann. Im Kali Yuga wird tamasische Energie oft von Menschen in Machtpositionen auf die von ihnen abhängigen Menschen projiziert. Das ist der Hauptgrund, warum patriarchale, männlich dominierte Gesellschaften, deren Grundwerte tamasisch sind, immer noch die heutige Welt beherrschen, und warum es so schwer ist, die gesellschaftliche Konditionierung, die ein Produkt der männlich dominierten Gesellschaften ist, zu überwinden.

Das Patriarchat

In der modernen Welt sind alle größeren christlichen und islamischen Kulturen patriarchalisch. Je patriarchalischer eine Kultur, desto schwieriger wird es für den Einzelnen sein, sich selbst zu vertrauen und sich jene Energie und jenes Bewusstsein zueigen zu machen, die zur spirituellen Freiheit führen.

Natürlich sind in den letzten Jahrzehnten Fortschritte gemacht worden und die persönliche Freiheit hat zugenommen, vor allem für Frauen. Aber wenn man hinter den Schleier schaut, sind die Auswirkungen der Programmierung, die die spirituelle Freiheit behindern, überall augenscheinlich – in den Menschen um einen herum, in den kulturellen Institutionen, in den Glaubenslehren und den religiösen Traditionen. Diese Konditionierung ist das Ergebnis eines patriarchalen Glaubenssystems, das danach strebt, zu diktieren, welche Art von Energie und Bewusstsein ein Mensch anzunehmen und mit anderen Menschen zu teilen hat.

Die gesellschaftliche Konditionierung

Kinder sind besonders empfänglich gegenüber den Auswirklungen der gesellschaftlichen Konditionierung und den Projektionen von tamasischer Energie durch Erwachsene.

Leider können die Projektionen tamasischer Energie – durch patriarchalische Gesellschaften bestärkt – sich besonders schädlich auf Kinder auswirken, wenn sie am verletzlichsten sind. Es gibt eine Menge Gründe dafür: Tamasische Energie stört das Verhältnis eines Mädchens oder Jungen zu seinen Eltern und behindert den Pranafluss im Energiefeld des Kindes – was es Kindern wiederum erschwert, eine authentische, lebensbejahende Identität auszubilden. Sie macht es den Kindern schwer, Vergnügen, Liebe und Intimität zu erfahren und zu teilen, und sie macht Kinder abhängig und von Grund auf unsicher.

Auch wenn die meisten Leute glauben, dass der Anpassungsprozess notwendig ist – die Projektion von tamasischer Energie während der kulturellen Anpassung ist es nicht. Genau jene Projektion von tamasischer Energie ist der Hauptgrund, warum so viele Leute, einschließlich der Kinder, weiterhin an den patriarchalischen Werten festhalten, die die spirituelle Freiheit abwerten. Diese patriarchalischen Werte umfassen das Beschuldigen von Opfern, die Romantisierung der Ego-Kultur, die Unterdrückung der Frauen, die Forderung, dass Leute ihre persönliche Verantwortung abgeben, und die ungerechte Behandlung von Unschuldigen und Wehrlosen.

Ein neues Paradigma

Die Auswirkungen des karmischen Ballasts und der gesellschaftlichen Konditionierung in patriarchalen Kulturen, die die spirituelle Freiheit unterdrücken, macht es notwendig, ein neues Paradigma zu erschaffen – genauso wie eine neue Kultur für den Einzelnen, für Beziehungen und Institutionen. Erst dann werden Menschen die innere Freude und den inneren Frieden, den sie suchen, zurückgewinnen und liebevolle Beziehungen eingehen, die auf gegenseitigem Vertrauen und Intimität beruhen. Sobald genügend Menschen die Auswirkungen ihres karmischen Ballasts und der gesellschaftlichen Konditionierung überwunden haben, wird sich eine neue Kultur ausbilden, deren Fundament aus Zusammenarbeit, geteilter Verantwortung und dem Gewahrsein des Selbst besteht. Sie wird die jetzige Weltordnung ersetzen, die sich auf religiöse, kulturelle und politische Institutionen stützt, die der spirituellen Freiheit gegenüber feindlich gesinnt sind.

Als Einzelner kannst du deinen Teil dazu beitragen, diesen Wandlungsprozess zu beschleunigen, indem du das Mudra der Spirituellen Freiheit durchführst, das am Ende dieses Artikels beschrieben wird.

Du kannst dein Leben ändern

Aber bevor du das Mudra machst, ist es wichtig zu erkennen, dass – ungeachtet deines jetzigen Zustands – du bedeutende Veränderungen in deinem Leben vornehmen kannst, die zu einem Mehr an spiritueller Freiheit führen. Äußere Veränderungen mögen dir zwar momentan als schwierig erscheinen aufgrund der Unterdrückung, die du als Altlast mit allen Menschen teilst; oder vielleicht wegen deiner wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Konditionierung oder weil du scheinbar in abhängigen Beziehungen gefangen bist oder weil du traumatisiert oder stigmatisiert wurdest von Leuten, die gewalttätig sind oder sich an die Werte einer Gesellschaft halten, die die spirituelle Freiheit beschneiden. Aber letztendlich sind die inneren Veränderungen, die du vornimmst, am wichtigsten und langlebigsten. Denn das Bewusstsein und die Energie, die zu spiritueller Freiheit führen, kommen nicht von außen, sondern von tief in dir drinnen.

Das heißt, dass, wenn du die inneren Veränderungen zuerst vornimmst, du auf jegliches Bewusstsein und jegliche Energie zugreifen kannst, die du brauchst, um spirituelle Freiheit zu erlangen. Um mit diesem Prozess zu beginnen, kannst du das Mudra für Spirituelle Freiheit durchführen.

Ein Mudra ist eine symbolische Geste, die man mit den Händen und Fingern ausführt oder auch in Verbindung mit der Zunge und den Füßen. Jedes Mudra hat eine spezielle Wirkungsweise auf das menschliche Energiefeld und die durch das Feld hindurch fließende Energie.

Die folgende Übung ist entwickelt worden, um dir zu helfen spirituelle Freiheit zu erleben. Indem du das Mudra für Spirituelle Freiheit jeden Tag zwei Wochen lang machst, wirst du deine Fähigkeit verbessern, Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude zu erfahren, die spontan hervortreten, sobald du das Bewusstsein und die Energie freigesetzt hast, um spirituelle Freiheit zu erfahren.

Das Mudra für Spirituelle Freiheit

Um das Mudra für Spirituelle Freiheit durchzuführen, setze dich bequem und mit geradem Rücken hin. Dann schließe deine Augen und atme tief durch deine Nase für zwei oder drei Minuten bis du entspannt bist. Wenn du bereit bist, fortzufahren, öffne deine Augen und lege deinen linken Daumen auf den Akupunkturpunkt auf der Innenkante deines rechten Daumens, direkt unterhalb des Nagels. Führe die Fingerspitzen der Zeigefinger zusammen. Rolle dann die Mittelfinger in die Handinnenseite ein, so dass sich die Außenseiten der Mittelglieder vom ersten zum zweiten Gelenk berühren. Führe dann die Kuppen der Ringfinger zusammen, sodass sie sich bis zum obersten Gelenk berühren. Lege dann deinen linken, kleinen Finger über deinen rechten kleinen Finger, sodass das oberste Glied des linken Fingers auf dem des rechten kleinen Fingers zu liegen kommt (siehe Abbildung). Halte das Mudra für zehn Minuten, während du die Augen geschlossen hast und genieße die eintretende Veränderung. Dann zähle von eins bis fünf. Wenn du bei der Zahl fünf angekommen bist, löse das Mudra und öffne deine Augen. Du wirst dich hellwach fühlen, völlig entspannt und besser als zuvor.
 

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Article: You Can Experience Ecstatic Sex


You Can Experience Ecstatic Sex

By Keith Sherwood

More than a thousand years ago, Tantric masters recognized that human sexuality—and the energy at its foundation are powerful forces that can lead a person into transcendent states of consciousness and new levels of sexual intimacy with a partner—in other words, an ecstatic sexual relationship.

An ecstatic sexual relationship is an intimate relationship—based on love—that will allow you to experience ecstatic sex without fear or judgment getting in the way.

Ecstatic sex is not only phenomenal sex that allows you to feel complete oneness with your partner—it’s the outer manifestation of a more fundamental sexuality, that emerges from deep within your energy field, the non physical field of energy that interpenetrates your physical body and will allow you to share pleasure, love, intimacy, and joy freely with a partner.

The Human Energy Field

It’s your energy field which provides the energy you need to participate in ecstatic sex. And it’s your energy field that transmutes sexual energy into the entire spectrum of frequencies you need to share pleasure, love, intimacy and joy with your partner.

Your energy field interpenetrates your physical body. Within it are several groups of non physical organs that regulate sexual energy. The most important of these organs are the chakras, auras, and meridians.

Chakras are energy centers that transfer sexual energy from Universal Consciousness—its original source—to your energy field and then transmutes it into the entire spectrum of frequencies you need to share pleasure, love, intimacy, and joy.

Auras are egg-shaped fields of sexual energy that serve as reservoirs of sexual energy and also separate your energy field from the external environment.

Meridians are streams of sexual energy that transfer sexual energy from one part of your energy field to another and from your energy field to your physical body.

Shakti and Sexual Energy

It’s the goddess Shakti in the form of creative, sexual energy, that allows you to experience pleasure, love, intimacy, and joy and participate in an ecstatic sexual relationship. Unlike energy on the physical-material plane, which has individual qualities such as electrical charge, or heat, sexual energy is actually non-physical and has only universal qualities.

Universal qualities don’t cause attachment and bind people to each other in unhealthy ways; rather, universal qualities, like pleasure, love, intimacy, and joy, enhance freedom, truth self-awareness and self-confidence. And they make ecstatic sex, one of the most satisfying activities you can share with another person.

Importance of Sexual Energy

Unfortunately, even though sexual energy permeates the physical and non-physical universe, most people are unaware of it and its importance except during intimate physical contact. There are times, however, when it’s impossible to ignore the presence of sexual energy and the universal qualities that emerge from it. You experience sexual energy whenever you’re excited by another human being and whenever you share pleasure, love, intimacy, and joy with your partner. You also experience it when you feel a surge of vitality or creativity and whenever you feel a profound sense of well being, contentment, or satisfaction.

The Tantric masters acknowledged the transcendent nature of sexual energy and used the act of lovemaking as a tool to achieve an internal state of oneness that partners could enjoy and share with one another. You can too if your sexual energy can flow freely through your energy field and physical-material body.

To enhance your ability to experience ecstatic sex, I’ve included an exercise at the end of this article. It has two parts: in the first part, you will enhance the flow of sexual energy through your energy field by using your intent and your breath as tools for transcendence. In the second part you will use your intent to center yourself in your energy field. Then you will use your intent along with your breath to love your neglected body parts—so that they can radiate sexual energy freely again.

Your intent serves the same function as a computer software program. Just as a software program instructs a computer to perform a particular task, your intent instructs your unconscious mind to center your awareness (and Self) in your energy field and to love a neglected body part that you have in mind. If you use your intent properly without watching yourself, trying too hard, or mixing your intent with sentiment and self-doubt, your awareness will automatically turn inward.

Your breath is an important source of prana. Prana and sexual energy are the same. By breathing deeply—and filling your entire respiratory system with air—the prana that enters your energy field along with your breath on each inhalation can be directed by your intent to fill the neglected body part you have in mind.

Loving Your Body Parts

You may not realize it, but you continually love the body parts that give you pleasure by allowing sexual energy to radiate through them. The sexual energy that radiates through those body parts provides them with the nourishment they need to function healthfully and integrate their functions with the rest of your body.

When sexual energy radiates freely through a body part, you will enjoy how it feels, how it looks, and you will be able to share the energy emerging from it with your partner.

There are a number of reasons why you might disapprove or neglect or a body part. You could find it unattractive or feel you might be rejected because of it. You could have been taught that it must be kept hidden or that you must control the energy radiating from it. If it’s too beautiful (particularly your primary or secondary sexual organs), it might attract unwanted attention or people might have become jealous of it.

In any case, by disapproving or neglecting a body part, you will restrict the flow of sexual energy through it, and that will force the body part to contract. Once a body part has contracted, it will become overly sensitive or lose sensation and become numb.

By mastering the following exercise, ‘Loving Your Neglected Body Parts’, you will be able to fill any neglected body part with sexual energy. This will enhance your ability to share sexual energy freely with your partner during ecstatic sex.

Exercise: Loving Your Neglected Body Parts

In the exercise that follows you will use your intent to center yourself in your energy field and you will use your breath to enhance the flow of sexual energy through it. Then you will choose a neglected body part and bring your mental attention to it. After you’ve brought your mental attention to a neglected body part, you will breath the sexual energy that enters your energy field on each inhalation into it on the exhalations that follow.

Once you’ve filled a body part with sexual energy, it will radiate freely on it’s own. And it will automatically integrate itself with your other body parts, so that you can share the prana radiating from it with your partner through ecstatic sex.

To begin the exercise, you must choose a neglected body part to work on. You could choose your thighs, feet, lips, or any other part of your body that has been denied the nourishment it needs to radiate sexual energy freely.

Once you’ve chosen a body part, find a comfortable position with your back straight. Then close your eyes. Use your intent to center yourself in your energy field next by asserting, “It's my intent to center my awareness in my energy field.” Continue by breathing deeply through your nose without separtation between inhalation and exhalation. Stay centered while you breathe deeply for two or three minutes. The bring your mental attention to the neglected body part you have in mind—and on the next exhalation, breathe prana into the body part. Continue the same way for ten minutes.

After ten minutes assert: “It’s my intent to release my mental attention.” Then breathe normally again and count from one to five. When you reach the number five, open your eyes. You will feel wide awake, perfectly relaxed, and better than you did before.

Although some people experience an enhanced flow of sexual energy through the body part they had in mind the first time they practice the exercise—you may have to repeat the exercise several times for the body part to radiate sexual energy fully. However, if you practice the exercise regularly with your neglected body parts, it won’t be long before you can share the sexual energy radiating through them fully with somebody you love.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Artikel: Bewusstseinswandel statt Burnout


Bewusstseinswandel statt Burnout

von Keith Sherwood

Um zu verstehen, warum Menschen an einem Burnout erkranken, muss man zwei Dinge wissen. Ein Mensch ist ein interdimensionales Wesen, das schon mehrere Male gelebt hat und das zweierlei Arten von Verstand besitzt: den authentischen Verstand einerseits und den individuellen Verstand und das Ego andererseits.

Der authentische Verstand hat drei funktionelle Teile. Auf der körperlichen Ebene besteht er aus dem Gehirn und dem Nervensystem sowie den chemischen Substanzen im Körper einschließlich der Hormone, die die Funktionsweise des Verstandes beeinflussen. Auf der nicht-physischen Ebene umfasst der authentische Verstand die feinstofflichen Energiefelder, die den physischen Körper durchdringen.

Das feinstoffliche Energiefeld besteht aus feinstofflichen Körpern und den Organen des menschlichen Energiesystems (Chakras, Auren, Meridiane etc.). Die Körper und Organe des feinstofflichen Energiesystems werden von Prana genährt, eine Form von feinstofflicher Energie mit ausschließlich universellen Eigenschaften wie Vergnügen, Liebe und Freude. Die Synthese der physischen und nicht-physischen Elemente bildet den dritten funktionellen Teil des menschlichen Verstandes: das Netzwerk.

Das Netzwerk umfasst diejenigen Verbindungen, die der Verstand zu seinen einzelnen Teilen unterhält – und damit zum karmischen Ballast (gespeicherte Information aus vergangenen Leben). Es verbindet Menschen auch mit externen Netzwerken und mit Menschen, Orten und Dingen, an die sich eine Person angehaftet hat. Die Wahrnehmungsorgane (Sehen, Fühlen, Hören etc.) sind auch Teil des authentischen Verstandes. Sie können nach innen gerichtet werden in den Verstand selbst hinein, oder nach außen in das äußere Umfeld, wo sie Kontakt mit anderen Netzwerken aufnehmen können.

Der individuelle Verstand und das Ego

Der individuelle Verstand und das Ego bestehen aus einer sich kontinuierlich entwickelnden Gemeinschaft von Energiefeldern, die ausschließlich individuelle Eigenschaften besitzen. Jeder Mensch ist mit Schichten aus Energie mit individuellen Eigenschaften in dieses Leben gekommen, und zwar in Form von karmischem Ballast. Und so gut wie jeder hat durch Anhaftung an externe Projektionen aus Energien mit individuellen Eigenschaften zusätzliche Energiefelder in diesem Leben in seinem Feld angelagert.

Der gesunde Verstand

Bei einer gesunden Person spielt der authentische Verstand die vorherrschende Rolle und der individuelle Verstand und das Ego unterstützen ihn. Das Netzwerk interagiert mit anderen Netzwerken, behält aber seine Integrität bei, indem es der Versuchung widersteht, sich an Feldern von Energie mit individuellen Eigenschaften anzuhaften, die es in seiner gesunden Funktionsweise stören.

In der realen Welt ist es aufgrund der Anforderungen anderer Leute schwierig, losgelöst und unangehaftet zu bleiben. Deshalb hat bestimmt jeder schon einmal unter zu viel Stress mindestens ein paar Symptome von Burnout erfahren. Die Situation verschlimmert sich, wenn Anhaftungen an Felder von Energien mit individuellen Eigenschaften das Netzwerk überlasten und die Balance zwischen dem authentischen und dem individuellen Verstand und dem Ego stören. In extremen Situationen wie beim Burnout ist es durchaus möglich, dass der individuelle Verstand und das Ego sich der Funktionen des authentischen Verstandes bemächtigen und als Ersatzverstand fungieren. Wenn das passiert, findet sich der Mensch plötzlich in einer Situation wieder, in der er das Gefühl hat von sich selbst entfremdet zu sein, und in der er keinen Raum mehr in seinem authentischen Verstand hat, um sich seines Selbst bewusst zu sein oder seine authentischen Gefühle und Emotionen fühlen oder auszudrücken zu können.  

Was genau ist Burnout?

Auch wenn Ärzte und Psychologen immer noch nicht wissen, was Burnout verursacht, kann man bei einer Untersuchung des authentischen Verstandes und des individuellen Verstandes und des Egos feststellen, dass Burnout dann auftritt, wenn der authentische Verstand eines Menschen durch ein Übermaß an karmischem Ballast und Projektionen von Energien mit individuellen Eigenschaften überfordert wird. Ein Übermaß an karmischem Ballast und externen Projektionen kann den natürlichen Fluss von lebensbejahender Energie (Prana) durch den authentischen Verstand blockieren. Und dies wiederum kann jemanden daran hindern, am normalen Alltagsleben teilzunehmen.

Der authentische Verstand kann sich selbst heilen

Der authentische Verstand hat all die Regenerationsmöglichkeiten, die er braucht, um Burnout zu überwinden. Um diesen Prozess anzustoßen, fängt man mit vier einfachen Schritten an.

1.    Schritt: Lösen Sie sich von einengenden Glaubenssätzen.

„Der Mensch ist in seinen Grenzen gefangen“ ist ein weit verbreiteter Glaubenssatz, der den Fluss von Prana durch den authentischen Verstand blockiert und ihn daran hindert, in vollem Leistungsumfang zu funktionieren. Die meisten Leute halten an einer Anzahl von einschränkenden Glaubenssätzen fest, die sie bei ihren Aktivitäten einschränken und die den freien Fluss von Prana behindern.

2.    Schritt: Stärken Sie Ihre Grenzen.

Ihren Grenzen sind keine psychologischen Konstrukte. Sie sind Teil Ihres feinstofflichen Energiefeldes. Sie sind dazu geschaffen, Ihren authentischen Verstand und das Netzwerk des Verstandes gegen eine Überlastung durch externe Projektionen zu schützen. Zu den Grenzen zählen die Oberflächen der Energiefelder, die Sie mit Prana versorgen, wie auch die Oberflächen der aurischen Felder, die die Energiekörper umgeben. Um Ihre Oberflächengrenzen stark zu halten, nehmen Sie Abstand von Leuten, die ihren persönlichen Raum nicht respektieren und Sie daran hindern, Ihr Selbst zu sein und sich frei auszudrücken. 

3.    Schritt: Geben Sie ungesunde Anhaftungen auf.

Ungesunde Anhaftungen verursachen Abhängigkeit und blockieren Ihren Zugang zu Prana. Tun Sie das, was Yogameister machen: Vermeiden sie schlechte Gesellschaft. Zu schlechter Gesellschaft gehören Menschen und Organisationen, die einschränkende Glaubenssätze, energetische Projektionen oder auch Zwang als Mittel benutzen, um Menschen zu kontrollieren, zu manipulieren oder an ihnen festzuhalten. Zu guter Gesellschaft gehören Menschen und Gruppen, die Ihre Grenzen respektieren und die Sie so akzeptieren wie Sie sind.

4.    Schritt: Steigern Sie den Pranafluss durch Ihr Energiefeld.

Das können Sie tun, indem Sie körperlich aktiv bleiben und indem Sie Verantwortung für Ihr persönliches Wohlbefinden übernehmen. Sie können auch Atemübungen, Meditationen und Mudras aus dem Yoga, Tantra oder Taoismus praktizieren, die die Funktionsweise der Organe Ihres Energiefeldes verbessern. Reflexzonenmassage, Akupunktur und Energiemassagen können ebenfalls helfen.

Artikel: Mit Freude alt werden


Mit Freude alt werden

Von Keith Sherwood

Obwohl sich viele junge Leute vor dem Alter fürchten, gibt das Altwerden keinen Anlass zu verzweifeln, denn die meisten Stereotypen über alte Menschen sind falsch. Im Gegensatz zu dem, was die Mehrheit junger Leute denkt, beschreiben sich die meisten alten Menschen, die körperlich gesund bleiben, nicht als nutzlos und vernachlässigt, sondern als glücklich. Glücklicher sogar als jüngere Menschen, die seelischem Leid viel mehr ausgesetzt sind und mehr Probleme haben, mit Stress und Enttäuschung fertig zu werden.

Altwerden ist natürlich keine ausschließlich freudvolle Erfahrung. Grund dafür ist, dass ältere Menschen bedeutsame Veränderungen erleben, und zwar hinsichtlich ihres physischen Körpers, ihrer seelischen Gesundheit und dem Zustand ihres feinstofflichen Energiefelds – dem Feld nicht-physischer Energie, das ihren physischen Körper durchdringt. In diesem Artikel werden wir uns einige dieser Veränderungen näher anschauen und wie sie sich auf die Lebensgrundstimmung und den spirituellen Zustand eines alten Menschen auswirken.

Körperliche und feinstoffliche Veränderungen

Während des Alterungsprozesses erfahren Menschen Veränderungen ihres physischen Körpers. Dazu gehören der Verlust von Muskel – und Knochenmasse als auch die Beeinträchtigung des Hör- und Sehvermögens. Manche älteren Menschen erleben auch eine Einschränkung in ihrer Gedächtnisleistung, was bedeutet, dass älteren Erwachsenen neue Information öfter wiederholt werden muss. Dazu kommt, dass alte Menschen mit einer Verminderung des Blutflusses und der Lungenkapazität zurechtkommen müssen und einer eingeschränkten Funktion ihres Immunsystems.

Außerdem verringert sich im feinstofflichen Energiefeld älterer Menschen die Menge an feinstofflicher Energie, auch Prana genannt, was ein Grund dafür ist, warum ältere Menschen weniger aktiv sind.

Die Menge an Prana mag vielleicht abnehmen, aber der Fluss von Prana kann sich stabilisieren und ausgewogener werden, weil ältere Menschen dazu tendieren, weniger getrieben und wettbewerbsorientiert zu sein, und weil sie ihre persönlichen Grenzen akzeptieren – etwas, womit junge Leute große Probleme haben.

Die Bedeutung von Prana

Ein stabiler und ausgewogener Fluss von Prana ist extrem wichtig, denn nur wenn Prana frei fließen kann, und zwar auf gesunde und ausbalancierte Weise, kann man Zufriedenheit und Befriedigung in seinem Leben erfahren.

Laut der Yogameister ist es das Prana, das die Organe des physischen Körpers nährt und das dem Menschen die Lebenskraft gibt, um schöpferisch tätig zu sein und sich fortzupflanzen.

Prana ist eine Form von feinstofflicher Energie mit ausschließlich universellen Eigenschaften. Zu diesen universellen Eigenschaften gehören Vergnügen, Liebe, Freude und Vitalität. Wann immer man Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude mit einem anderen Menschen teilt, erfährt man Prana. Gleichermaßen erlebt man Prana, wenn man einen plötzlichen Kreativitätsschub erlebt oder wenn man ein tiefes Gefühl des Wohlbefindens und der Zufriedenheit verspürt.

Die Lebensphasen

Laut der Online-Enzyklopädie Wikipedia wurde die erste formale Studie über das Altern von Muhammad ibn Yusuf al-Harawi durchgeführt. In seinem Buch Ainul Hayat aus dem Jahr 1532 erörtert er die Veränderungen im Verhalten und in den Lebensgewohnheiten, die sich auf das Altern auswirken. Laut al-Harawi gehören zu diesen Faktoren die Ernährungsweise, die Umgebung sowie die Wohnverhältnisse.

Schon lange vor der Veröffentlichung des Buchs Ainul Hayat versuchten traditionelle Gesellschaften den Alterungsprozess zu begreifen, indem sie ein Phasensystem benutzten. Vor zwei Jahrtausenden identifizierten die Hindumeister vier Hauptphasen des Lebens. Die ersten drei wurden Schüler, Haushalter und der sich in die Waldeinsamkeit Zurückziehende genannt, während das letzte Lebensstadium der Asket war, auch bekannt als Sadhu.

Der Hinduismus lehrt, dass diejenigen Menschen, die das vierte Lebensstadium, also das hohe Alter erreichen, die Pflicht haben, sich um Selbstrealisation zu bemühen. Selbstrealisation beendet den Zyklus von Wiedergeburt und bringt den Menschen in einen andauernden Zustand von Glückseligkeit.

Traditionellem Hinduismus zufolge wird ein Mensch, der das letzte Lebensstadium erreicht hat, entweder freundlicher und selbstloser oder wütender und egoistischer. Ob jemand zu zunehmender Freundlichkeit und Selbstlosigkeit neigt oder zu Wut und Selbstsucht, wird hauptsächlich von drei Faktoren bestimmt: körperliche Gesundheit, seelisches Wohlbefinden und der Zustand seines Energiefeldes.

Schmerz und Leid

Auch wenn es stimmt, dass durch körperliche oder seelische Krankheit verursachtes Leid es einem älteren Menschen erschwert, Vergnügen, Liebe und Freude zu erfahren und sie mit jemand anderem zu teilen, ist chronisches Leiden dennoch nicht die Norm unter alten Leuten. Die Wahrheit ist, dass es der Zustand des Energiefelds eines älteren Menschen ist, der den größten Einfluss darauf hat, ob er selbstloser oder egoistischer wird. Denn der Zustand seines Energiefeldes spiegelt sowohl seinen karmischen Zustand wieder als auch den Zustand der Feldgrenzen und seiner geschlechtlichen Ausrichtung, welche sich während der aufeinanderfolgenden Lebensphasen verändern kann.

Das menschliche Energiefeld

Das menschliche Energiefeld besteht aus feinstofflichen, nicht-physischen Organen und –körpern, die den physischen Körper mit Lebenskraft versorgen. Es ermöglicht einem Menschen eine authentische Identität auszubilden, sich selbst frei auszudrücken, Wissen über die Welt zu sammeln und dieses Wissen mit dem zu integrieren, was er schon weiß, so dass er an intimen Beziehungen teilnehmen kann.

Die wichtigsten Organe des menschlichen Energiefeldes sind die Chakras, die Auren, die kleineren Energiezentren und die Meridiane. Chakras verwandeln die feinstoffliche Energie und leiten sie dann weiter zu den Energiekörpern eines Menschen, so dass er oder sie auf gesunde Art und Weise funktionieren kann.

Feinstoffliche Energiekörper sind nicht-physische Körper, die die Grundlage des authentischen Verstandes bilden. Es sind eben diese Energiekörper, durch die ein Mensch seinen Seelendrang und sein Dharma manifestiert. Dharma ist ein Wort aus dem Sanskrit und umfasst in seiner Bedeutung sowohl den Inkarnationszweck eines Menschen als auch den einzigartigen spirituellen Beitrag, den er oder sie in der Welt leistet.

Die Meridiane leiten die feinstoffliche Energie, die sie von den Chakras empfangen, weiter an alle Teile des feinstofflichen Energiefeldes und des physischen Körpers. Die kleineren Energiezentren in den Händen und Füßen ermöglichen es einem Menschen, während aller aufeinanderfolgenden Lebensstadien seine Schaffenskraft in der physischen Welt zu manifestieren und Fortschritte zu machen.

Auren sind eiförmige Felder von feinstofflicher Energie, die die Energiekörper eines Menschen umgeben. Sie haben zwei Teile: ein inneres Reservoir, das feinstoffliche Energie für Notzeiten speichert, und eine dünne Oberflächengrenze. Die Oberflächengrenze trennt das feinstoffliche Energiefeld von der äußeren Umgebung und schützt es von außen vor Projektionen, die es beschädigen könnten.

Veränderungen im menschlichen Energiefeld

Es gibt erhebliche Veränderungen, die im feinstofflichen Energiefeld auftreten können, wenn ein Mensch ein hohes Alter erreicht hat. Eine davon ist die Anhäufung von karmischem Ballast.

Karmischer Ballast ist eine Form von feinstofflicher Energie, die individuelle Eigenschaften hat. Sie kann sich im feinstofflichen Feld eines Menschen ansammeln, wenn er Entscheidungen trifft, die eher sein Ego als sein Dharma unterstützen. Ebenso kann sich karmischer Ballast im seinem feinstofflichen Feld anhäufen, wen ein Mensch ungesunde Anhaftungen zu anderen Lebewesen ausbildet.

Im Alter kann die Ansammlung von karmischem Ballast den Menschen dann in seiner Bewegungsfreiheit und seinem Selbstausdruck einschränken, indem der Ballast den Pranafluss durch das feinstoffliche Energiefeld behindert. Ohne genügend Prana wird ein Mensch seine Vitalität verlieren und es wird ihm weniger kreative Energie zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird mangelndes Prana seine Emotionen drosseln und seinen Zugang zu Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude blockieren.

Eine andere Veränderung, die während des Alterns auftritt, ist die allmähliche Verschiebung in der geschlechtlichen Ausrichtung, die zurückzuführen ist auf die hormonellen Veränderungen und die Anhäufung von karmischem Ballast im feinstofflichen Energiefeld, in der Hüftregion (zweites Chakra) sowie im Schulter- und Halsbereich (fünftes Chakra). Während des Alterungsprozesses können diese Veränderungen bei einem Menschen zu zunehmender Aggression oder Passivität führen.

Die letzte Veränderung, auf die sich die Ansammlung von karmischem Ballast auswirkt, ist die energetische Störung, die im feinstofflichen Energiefeld eines Menschen stattfindet, wenn der Tod ihn von Freunden und geliebten Menschen trennt.

Alle diese Veränderungen stehen miteinander in Beziehung und müssen nicht passieren, wenn ein Mensch Verantwortung für seinen energetischen Zustand übernimmt. Verantwortung zu übernehmen heißt, Aktivitäten zu vermeiden, die die Gesundheit des feinstofflichen Energiefeldes beeinträchtigen, und zwar in jeder Lebensphase. Je früher jemand damit beginnt, die Verantwortung für den Zustand seines feinstofflichen Energiefeldes zu übernehmen, desto besser.

Das Wohlbefinden im hohen Alter steigern

Fangen Sie ungeachtet Ihres Alters einfach damit an, die Verantwortung für den Zustand Ihres Energiefeldes zu übernehmen. Indem Sie dies tun, sorgen Sie dafür, dass Sie die Phase hohen Alters mit mehr Freude und größerer Befriedigung erleben. Ein freudvolles Leben im Alter kann sowohl erfolgreiche Beziehungen und ein aktives Sexualleben miteinschließen als auch die Selbsterkenntnis und Selbstbeherrschung, die zur Selbstrealisation führen.

Im Folgenden finden Sie eine Liste von Dingen, die Sie jetzt tun können, um die letzte Phase Ihres Lebens freudvoller und befriedigender zu machen:

1.    Akzeptieren Sie sich, wie Sie sind.

Das ist nicht schwer, wenn man die Tatsache akzeptiert, dass man ein göttliches Wesen ist. Klingt zu gut um wahr zu sein? Ist es nicht. Es ist genau das, was die Meister des Yoga, Tantra und Taoismus seit Jahrtausenden lehren.

2.    Halten Sie Ihre Grenzen stark.

Ihre Grenzen sind keine psychologischen Konstrukte. Sie sind Teil Ihres feinstofflichen Energiefeldes. Zu den Grenzen gehören die Oberflächen der Energiefelder, die Sie mit Prana versorgen, wie auch die Oberflächen Ihrer aurischen Felder und Energiekörper. Die Wichtigkeit starker Grenzen kann nicht genug betont werden. Starke Grenzen werden Ihre Stabilität erhöhen, selbst wenn Sie gestresst sind oder einen geliebten Menschen verloren haben. Um Ihre Grenzen stark zu halten, vermeiden Sie Interaktionen mit Menschen und nicht-physischen Wesen, die Ihren persönlichen Raum missachten und Ihre Fähigkeit einschränken, Ihr Selbst zu sein.

3.    Steigern Sie den Pranafluss durch Ihr Energiefeld.

Dies könne Sie tun, indem Sie Atemübungen aus dem Yoga, Tantra oder Taoismus machen, Mudras praktizieren oder Meditationen machen, die die Funktion Ihrer Chakras verbessern. Reflexzonenmassage, Akupunktur und Energiemassagen können ebenfalls helfen.

4.    Geben Sie ungesunde Anhaftungen auf.

Ungesunde Anhaftungen schaffen Abhängigkeit und blockieren Ihren Zugang zu Prana. Tun Sie das, was Yogameister machen: Vermeiden Sie schlechte Gesellschaft. Zu schlechter Gesellschaft zählen Menschen und nicht-physische Wesen, die Ihre Grenzen verletzen und das gesunde Funktionieren Ihres Energiefeldes stören. Alle anderen zählen zu guter Gesellschaft.

5.    Erhalten Sie Ihre Kraft und Selbständigkeit.

Das können Sie tun, indem Sie körperlich aktiv bleiben, indem Sie nicht aufhören, mehr über sich selbst zu lernen und die Welt, in der Sie leben – und indem Sie Verantwortung für Ihr persönliches Wohlbefinden übernehmen. Sollten Sie Ihre persönliche Verantwortung an eine äußere Autorität abgegeben haben, dann nehmen Sie sie umgehend zurück.

Montag, 6. Februar 2012

Die Wahrheit über Seelenverwandte

Die Wahrheit über Seelenverwandte

Keith Sherwood


Als Seelenverwandte bezeichnet man Menschen, die ein starkes Gefühl von Affinität und / oder Kompatibilität zu einander empfinden. In den meisten Fällen ist die Affinität sowohl sexueller als auch spiritueller Natur, da diese Menschen zwei Teile derselben Seele sind – was für beide Partner eine berauschende Wirkung auf ihre Beziehung haben kann. Aufgrund dieser Definition ist es offensichtlich, dass die Idee von Seelenverwandtschaft auf zwei Annahmen beruht: einerseits dass Menschen grundlegend an einer Unvollständigkeit ihrer Seele leiden, und andrerseits, dass sie ganz werden wollen, und eine vollumfängliche Erfahrung von Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude nur dann erleben können, wenn sie auf ihren Seelenpartner treffen.

Der Ursprung von Seelenverwandtschaft

Die Ursprünge dieser Vorstellung lassen sich auf Platons Werk „Symposion“ zurückführen. Daraus geht hervor, dass der Mensch ursprünglich vier Arme, vier Beine und einen Kopf mit zwei Gesichtern hatte. Zeus aber hatte grosse Angst vor dieser Kraft des Menschen und spaltete ihn darum in zwei Hälften, und so wurden die Menschen dazu verbannt, ihr Leben auf der Suche nach der anderen Hälfte zu verbringen, um so wieder ganz zu werden.

In der klassischen Welt wurde die Idee der Seelenverwandtschaft durch die Vorstellung von „Liebe auf den ersten Blick“ vertieft, die den Seelenverwandten widerfährt, wenn sie sich zum ersten Mal begegnen. Dieses Phänomen umfasst die Projektionen von „Liebespfeilen“. Wenn diese Pfeile die Augen des Geliebten trafen, durchbohrten sie auch dessen Herz und der Geliebte wurde von Sehnsucht und göttlichem Wahnsinn, „theia mania“, überwältigt. Die klassische Vorstellung von den Pfeilen der Liebe wurde kunstvoll ausgeführt von den Troubadours Südfrankreichs im 11. und 12. Jahrhundert und wurde so teil der europäisch - höfischen Liebestradition. Die Troubadours meinten, die Augen einer Frau seien die Quelle der Liebespfeile, die sie über gleissende Lichtstrahlen von ihren Augen zu den Augen des Geliebten leitete.

Später wurde die Vorstellung der Seelenverwandtschaft durch die Theosophie abgewandelt, die besagte, dass Gott androgyne Seelen erschaffen hatte – gleichermassen männlich wie weiblich - die später in zwei unterschiedliche Geschlechter getrennt wurden. Jede Hälfte sucht die andere, so die Theosophie, und erst, wenn ihre karmischen Muster aufgelöst worden sind, werden sie wiedervereint und können ganz werden.

Was spricht gegen die Seelenverwandtschaft

Die Vorstellung einer Seelenverwandtschaft findet kaum grosse Unterstützung, weder in den Prinzipien der Metaphysik, noch in den Funktionen des menschlichen Energiesystems. Im Gegensatz zu Platons Auffassung sind Menschen keine getrennten Wesen, die alleine in einem unendlichen und lieblosen Universum leben. Sondern interdimensionale Wesen, die schon immer in der Einheit mit universellem Bewusstsein waren. Das bedeutet, dass der Mensch alles Nötige für diese Einheit bereits in sich trägt. Um die Vorzüge dieser Ganzheit und dieser Einheit mit dem universellen Bewusstsein zu erfahren, muss er nur das, was im Inneren ruht, in seine bewusste Wahrnehmung bringen und dann frei mit anderen teilen. Selbstverständlich erklärt dies aber weder die Liebe auf den ersten Blick, noch weshalb eine Person eine tiefe, natürliche Affinität für eine andere empfinden kann.

Glücklicherweise finden wir die Antworten in den Lehren des Tantra und in der westlichen metaphysischen Tradition, die auf den Prinzipien der Hermetik basieren. Sowohl Tantra als auch die westliche metaphysische Tradition lehren, dass Menschen Liebe auf den ersten Blick oder eine tiefe Verbundenheit mit oder Affinität zu einem anderen Menschen erfahren können; nicht weil sie einst „ein Wesen“ waren, von Zeus voneinander getrennt, sondern wegen des Einflusses der Geschlechter, gegenseitiger Anziehung sowie karmisch bedingter Anhaftungen.

Geschlecht

Das Prinzip der Geschlechter besagt, „Geschlecht ist in allem vorhanden; alles besitzt männliche wie weibliche Prinzipien; Geschlecht manifestiert sich auf allen Ebenen“. Das Prinzip der Geschlechter ist das, was sowohl eine erotische Anziehung zwischen Mann und Frau, als auch die Sehnsucht nach Vereinigung hervorruft. Im Osten werden die Geschlechter symbolisch mit Yin und Yang bezeichnet.

Das Symbol für Yin und Yang

Dieses Symbol verkörpert die Polarität zwischen der männlichen Energie (Yang) und der weiblichen Energie (Yin), die allem innewohnt. Yin verkörpert das Weibliche, Körper, Seele, Kälte, Dunkelheit, Zusammenziehung. Yang verkörpert das Männliche, Mentales, Geist, Hitze, Sonnenlicht, Ausdehnung.

Tantra und die westlichen Traditionen erkennen an, dass durch die Vereinigung von unterschiedlichen Komponenten wie Yin und Yang, zwei Individuen alle Grenzen des Getrenntseins aufheben können. Dann können sie sich über das Getrenntsein hinaus bewegen und so ein starkes Gefühl der Einheit mit einander und mit Universellem Bewusstsein erfahren.

Gegenseitige Anziehung

Die gegenseitige Anziehung ruft eine starke energetische Resonanz in den Energiefeldern der Personen hervor, die sie zueinander hinzieht. Die Resonanz (die durchschnittliche Frequenz eines persönlichen Energiefeldes) wird durch den energetischen Zustand einer Person bestimmt, z.B. durch die Qualität und die Quantität der Energie im Energiefeld. Menschen, die komplementäre Resonanzen haben, ziehen sich gegenseitig an.

Die Resonanz und ihr Einfluss auf einen Menschen und auf dessen Beziehungen widerspiegeln sich auch in den Planeten in ihrem Geburtshoroskop. Venus ist der Planet der Zuneigung, der Anziehung und der romantischen Liebe. Mars ist der Planet der Sexualität und der Leidenschaft. Sie verkörpern gegenüberstehende Energien im Tierkreis. Venus ist das weibliche Prinzip und Mars das männliche. Wenn der Mars eines Mannes in derselben Position wie der Venus einer Frau steht, kann dies eine überwältigende, grundlegende Anziehung hervorrufen

Karmische Anziehung

Die Wirkungen von Geschlecht und gegenseitiger Anziehung können für Menschen in einer Beziehung überwältigend sein. Hinzu kommt noch ein letztes Element, karmische Anziehung, und dann hat man eine tiefe, ursprüngliche Anziehung und Affinität, die die Gefühle der Seelenverwandtschaft widerspiegeln.

Karmische Anziehung entsteht durch Anhaftungen über mehrere Leben hinweg. Um zu begreifen, wie karmische Anziehung zwei Menschen zueinander fesseln kann, ist es wichtig zu verstehen, wie das karmische Prinzip funktioniert und wie karmische Anhaftungen entstehen und Menschen beeinflussen. Karma lässt sich wie folgt definieren: „Die kumulative Wirkung von Handlungen“. Karma ist das was die Wirkungen von Handlungen auf allen sich durchdringenden Welten und Dimensionen mit ihren Ursachen verbindet. Dann bindet es sich an das Objekt, Energiefeld oder Lebewesen, zu dem es sich hingezogen fühlt.

Karmische Anhaftung – der Klebstoff, der die Menschen aneinander bindet – entsteht, wenn eine Person sich in einem Energiefeld mit individuellen Eigenschaften zentriert und dann diese Energie auf eine andere Person projiziert. Du kennst schon diese Art Energie. Es ist dieselbe dichte Energie, die Druck und Muskelschmerzen hervorruft, wenn du gestresst bist, die Ängste, Selbstzweifel und Verwirrung hervorruft, wenn sie bewusst oder unbewusst aktiviert wird. Es ist also diejenige Energie, die die intensiven Gefühle, verbunden mit romantischer Liebe, entstehen lässt.

Obwohl die meisten Menschen sich dessen nicht bewusst sind, kommt jeder Gedanke, jede Meinung, jede Emotion, jedes Gefühl und jede Sinneswahrnehmung, die man auf einen anderen Menschen projiziert, von einem Feld von Energie mit individuellen Eigenschaften und sie kann einen an diese andere Person binden.

Die Wahrheit über die Liebespfeile

Das Projizieren von „Liebespfeilen“ lässt sich leicht mit der Projektion von Energie mit individuellen Qualitäten von einer Person zu einer anderen erklären. Die meisten Menschen projizieren Energie überwiegend über die Augen und die kleineren Energiezentren in ihren Händen und Füssen. Wenn eine starke Anziehungskraft aufgrund von Geschlecht, Resonanz und Anhaftungen aus früheren Leben hervorgerufen wird, ist es daher sehr einfach für jemanden, intensive Wellen von Energie über die Augen auf den Geliebten zu projizieren. Ist diese Energie erst in das Energiefeld des Geliebten eingedrungen, kann sie direkt ans Herz gelangen, - vor allem wenn es keinen Widerstand gibt und wenn die Energie stark genug ist.

Aufgrund von unserem bisherigen Wissen ist es einleuchtend, dass man eine überaus genaue Erklärung für das Phänomen Seelenverwandtschaft hat, wenn man die erotische Verbindung des Geschlechts mit gegenseitiger Anziehung und Anhaftungen aus früheren Leben paart. Es hat also wenig mit einem eifersüchtigen Gott zu tun, der die Menschen trennte.

Gefahren und Chancen

Die tiefe Verbundenheit und Zuneigung, die man einer Seelenverwandtschaft zuschreibt, ist also viel mehr ein Produkt von Geschlecht, Resonanz und karmischen Anhaftungen. Und sie bedeutet sowohl Gefahren, wie auch Chancen für die Partner.

Gefahren: geschlechtsbedingte Anhaftungen, Resonanz und karmische Anziehung können die Fähigkeit eines Menschen, Prana frei auszustrahlen, schnell und stark beeinträchtigen. Da Prana die lebendige Urkraft ist, die Vergnügen, Liebe und Intimität vitalisiert, wird alles, was daran hindert, frei durch das menschliche Energiesystem zu fliessen, zu Kontraktion und Restriktion führen. Dies hat zur Folge, dass das Bewusstsein, die Empathie und der Seelenfrieden empfindlich gestört werden. Mit der Zeit können Anhaftungen sogar dazu führen, dass man sich von dem eigenen Körper und den eigenen Gefühlen entfremdet. Schlimmstenfalls können Anhaftungen so stark werden, dass sexuelle Dysfunktion und – oder unkontrollierbare Eifersucht und Besessenheit, ja sogar Fanatismus - entstehen können.

Chancen: Wenn man einen Partner hat, mit dem man eine natürliche Verbundenheit teilt, der einem ausserdem noch Liebe entgegenbringt, dann ist das eine einmalige Chance. Solch ein Partner kann als Spiegel dienen und die eigenen Anhaftungen und Muster können positiv reflektiert werden und es wird einem erlaubt, sich emotional damit auseinanderzusetzen. Darüber hinaus kann Vertrauen, das sich über längere Zeit zwischen Partnern mit einer tiefen, natürlichen Verbundenheit entwickelt hat, es dem Paar ermöglichen, den Wechsel von einer traditionellen Beziehung, geprägt durch Einschränkungen, zu einer transzendenten Beziehung zu vollziehen, - eine Beziehung, die keinen Einschränkungen unterliegt und es den Partnern möglich macht, Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude frei zu teilen.

Der Partner, den man liebt und dem man vertraut, ist derjenige, der den Wechsel zu einer transzendenten Beziehung gelingen lässt und nicht der Seelenverwandte. In Wahrheit hat man mehrere potentielle Partner. Und wenn man sich für einen Partner entscheidet, der einem erlaubt, Prana frei auszustrahlen, und der als Spiegel für einen da ist, kann man die Beziehung dazu verwenden, Einschränkungen zu überwinden und den Wechsel zu einer transzendenten Beziehung zu vollziehen, wo Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude zu alltäglichen Erfahrungen werden.

Freitag, 16. Januar 2009

Die Regeln der Geschlechter


Männer und Frauen inkarnieren aus denselben Gründen – um ihre spirituellen Ziele zu erreichen und um die gewonnenen Errungenschaften mit anderen zu teilen.
Obwohl die Beweggründe die gleichen sind, führen die Unterschiede in Geschlecht und Polarität bei Mann und Frau dazu, verschiedene Wege zu diesem Ziel einzuschlagen.
In diesem Artikel werden wir uns die Unterschiede zwischen Mann und Frau genauer ansehen, um besser zu verstehen, worin - spirituell gesehen – diese Unterschiede genau bestehen.
Mann und Frau tauchten beide aus dem universellen Bewusstsein auf, und beide nehmen auf allen Dimensionen des physischen und des nicht-physischen Universums an Beziehungen teil. Sie sind daher multidimensionale Wesen, die die Fähigkeit besitzen, Einheit mit dem universellen Bewusstsein zu erfahren und Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude miteinander in einer transzendenten Beziehung zu erfahren.
Mann und Frau haben viel miteinander gemeinsam. Die Unterschiede zwischen ihnen tauchten mit den tattvas auf (Stufen des Evolutionsprozesses). Yoga lehrt, dass es 36 tattvas gibt. Die ersten Unterschiede traten auf, als sich die ‚ursprüngliche Welt’ – so wie sie im universellen Bewusstsein existierte – teilte.

Die Geburt von Yin und Yang
Die Taoisten lehren, dass Yin und Yang in dem Moment auftauchten, als sich die Welt teilte. Yin kam, um das Feminine zu repräsentieren: Körper, Seele, Erde, Mond, Wasser, Nacht, Kälte, Dunkelheit, Kontraktion. Yang kam, um das Maskuline zu repräsentieren: Verstand, Geist, Himmel, Sonne, Tag, Feuer, Hitze, Sonnenlicht, Expansion. Es gibt nichts, das ausschließlich Yin oder Yang ist – nicht einmal Mann und Frau. Alles besitzt Elemente von beidem, denn Yin und Yang sind niemals statisch – sie sind stets am Interagieren und verändern sich in ihrer Beziehung zueinander. Ein Extrem von Yin wird zu Yang und ein Extrem von Yang wird Yin. Wasser liefert dafür ein hervorragendes Beispiel: wenn Wasser – Yin – gefriert, wird es zu Eis – Yang.
Dieselbe Interaktion männlicher und weiblicher Kräfte sehen wir bei Mann und Frau und ihrer geschlechtlichen Ausrichtung. Auch wenn das Geschlecht eindeutig ist, ist das Maß an Männlich- oder Weiblichkeit (i.e. geschlechtliche Ausrichtung) bei jedem anders. Einige Männer sind männlicher als andere, einige Frauen weiblicher als andere. Die geschlechtliche Orientierung eines Menschen wird durch die Interaktion der männlichen und weiblichen (Yin und Yang) Kräfte in seinem Energiefeld bestimmt.
Je extremer die geschlechtliche Ausrichtung ist, desto extremer ist auch der Gegenpart, den man sich sucht, um Gleichgewicht zu schaffen und die eigenen spirituellen Ziele zu erreichen. Ein äußerst maskuliner Mensch wird sich zu einem extrem femininen hingezogen fühlen und sich für einen spirituellen Weg entscheiden, der verlangt, dass die eigene Männlichkeit einer mächtigen weiblichen Gottheit oder Theologie untergeordnet wird, um seine geschlechtliche Ausrichtung auszubalancieren.
Ein äußerst femininer Mensch wird sich zu einem extrem maskulinen hingezogen fühlen und einen spirituellen Weg wählen, auf dem die eigene Weiblichkeit einer mächtigen maskulinen Gottheit oder Theologie untergeordnet wird, um Balance zu erlangen.
Die geschlechtliche Ausrichtung bleibt für die meisten Menschen ein lebenslanges Problem. Eine wirkliche Lösung ist nur dann möglich, wenn Mann oder Frau die Begrenzungen von Polarität und Geschlecht transzendieren und so ihre geschlechtliche Ausrichtung in Einklang bringen.

Die drei Formen der Polarität
Im Gegensatz zur physischen Welt sind Mann und Frau auf den feinstofflichen Dimensionen von ihrer Struktur her gleich. Die bestehenden Unterschiede werden also nicht von der Struktur des feinstofflichen Energiefeldes bestimmt sondern von dessen Polarität. Die geschlechtliche Ausrichtung jedoch richtet sich danach, wie stark polarisiert die energetischen Interaktionen eines Mannes oder einer Frau sind.
Im menschlichen Energiefeld und seinen Interaktionen spielen drei Polaritätsformen eine Rolle: hinten-vorne Polarität, rechts-links Polarität und rauf-runter Polarität. Alle drei beeinflussen die geschlechtliche Ausrichtung, aber nur die rauf-runter Polarität hat direkt mit dem Geschlecht zu tun.
Die vorne-hinten Polarität ist bei Männern und Frauen gleich und hat daher wenig Einfluss auf das Geschlecht, sehr wohl jedoch auf die geschlechtliche Ausrichtung. Männer und Frauen sind im Rücken männlich und auf ihrer Vorderseite weiblich. Man kann sich das leicht merken, da die Vorderseite weich ist und der Rücken hart.
Die rechts-links Polarität hat ebenfalls keinen Einfluss auf das Geschlecht aber auf die geschlechtliche Ausrichtung. Rechtshänder sind auf ihrer rechten Seite männlich und links weiblich. Das bedeutet, dass die Energie, die durch ihr rechtes Auge und durch die Energiezentren in ihrer rechten Hand und ihrem rechten Fuß fließt, bestimmend ist. Auf ihrer linken Seite (linkes Auge, kleine Energiezentren in der linken Hand und dem linken Fuß) sind sie hingegen empfänglich. Bei Linkshändern verhält es sich genau anders herum.
Auch die rauf-runter Polarität ist für die geschlechtliche Ausrichtung verantwortlich, darüber hinaus jedoch auch für die Unterschiede zwischen Mann und Frau.
Um diesen Sachverhalt genauer zu verstehen, muss man zunächst einmal wissen, wie das feinstoffliche Energiesystem funktioniert.

Das feinstoffliche Energiesystem
Das feinstoffliche Energiesystem besteht im Grunde aus vier Organgruppen: den Chakren, den Auren, den Meridianen und den kleinen Energiezentren. Das Kontrollzentrum des Energiesystems nennt man mikrokosmischer Kreislauf. Es besteht aus dem Gouverneur - dem hauptmännlichen Meridian in der Rückseite des Körpers, dem Konzeptual - dem hauptweiblichen Meridian in der Vorderseite und aus den ersten sechs Chakren.
Die Rückseite der ersten sechs Chakren ist im Gouverneur-Meridian verankert. Die Vorderseite der Chakren ist vorn im Konzeptual verankert. Bei der hoch-runter Polarität sind bei Mann und Frau das zweite und vierte Chakra in ihrer Funktion am Unterschiedlichsten und zwar folgendermaßen: Männer sind im zweiten Chakra maskulin und feminin im Herzchakra. Frauen sind im zweiten Chakra feminin und im Herzchakra maskulin.
Normalerweise wird ein Mann, wenn er auf eine Frau oder etwas mit femininer Polarität oder geschlechtlicher Ausrichtung reagiert, von der rauf-runter Polarität dazu bewegt, im zweiten Chakra bestimmend und im Herzchakra empfänglich zu sein.
Eine Frau hingegen wird, wenn sie auf einen Mann oder etwas mit maskuliner Polarität oder geschlechtlicher Ausrichtung reagiert, im zweiten Chakra empfänglich und im Herzchakra bestimmend.
Interagieren ein Mann und eine Frau miteinander, wird der gesteigerte Energiefluss im Innern das zweite Chakra der Frau aktivieren. Dann wird die Energie von ihrem zweiten Chakra aus durch ihr Konzeptualmeridian nach unten in ihr erstes Chakra an der Basis der Wirbelsäule fließen.
Im Zentrum ihres ersten Chakras ändert sich die Polarität und wird maskulin, denn die Energie tritt jetzt in die Rückseite ihres Energiesystems ein, die (aufgrund der hinten-vorne Polarität) maskulin ist. Gleichzeitig wird das erste Chakra aktiv.
Fließt die Energie nun weiter in ihrer Rückseite nach oben durch ihr Gouverneurmeridian, fühlt sich die Frau gestärkt und sicher, denn persönliche Stärke wird weitgehend davon bestimmt, wie viel Energie durch den Gouverneur fließen kann.
Als nächstes wird, soweit es keine Blockaden gibt, ihr Herzchakra aktiviert. Dadurch wird dessen maskuline Polarität erhöht, was dann wiederum das Herzchakra des Mannes stimuliert und ihn empfänglicher macht.
Wenn das Herzchakra des Mannes erstmal aktiviert ist, wird mehr Energie durch sein Konzeptualmeridian nach unten fließen und den Energiekreislauf, wie er von der rauf-runter Polarität bestimmt wird, vollenden.
Da alle Beziehungen durch die rauf-runter Polarität beeinflusst sind, dürfte es nicht überraschen, dass es diese durch die rauf-runter Polarität bedingten Unterschiede sind, die dafür sorgen, dass sich Männer und Frauen ihren spirituellen Zielen und Beziehungen anders annähern.
Frauen sehnen sich danach, ganz in einer Beziehung aufzugehen und erwarten, dass ihre spirituellen und zwischenmenschlichen Verbindungen sie ganz und gar ausfüllen. Fühlen sie sich unerfüllt, sind viele Frauen enttäuscht, was im Laufe der Zeit zu Wut und Verbitterung führen kann.
Aber auch Männer werden durch die rauf-runter Polarität stark beeinflusst. Sie werden in spirituellen und zwischenmenschlichen Beziehungen einfühlsamer und sanfter und oft auch wesentlich empfänglicher für weibliche Energie. Dennoch haben sie ein weit größeres Bestreben, ihre Individualität aufrecht zu erhalten, denn anders als bei Frauen bleibt die Rückseite ihres Energiesystems unbeeinflusst von der rauf-runter Polarität.
Universelles Bewusstsein jedoch existiert außerhalb der Dualitäts-Begrenzungen. Menschen, die sich mit der rauf-runter Polarität identifizieren, entscheiden sich quasi für einen ‚Ersatz’, der ihre Beziehungsbedürfnisse reflektiert. Sie werden sich am wohlsten mit jemandem fühlen, mit dem sie intim werden oder den sie verehren können, um ihre geschlechtliche Ausrichtung auszubalancieren und weniger nach dem Eins-Sein mit dem universellen Bewusstsein trachten. Dabei kann es ihnen um eine Gottheit, einen Engel, eine Urkraft oder – natur oder einen Ahnen gehen, der die Eigenschaften eines Vaters, einer Mutter, Schwester, Bruder oder gar eines Liebhabers manifestieren kann.
Da ihre Interaktionen jedoch auf der rauf-runter Polarität basieren, werden sie - selbst im besten Fall - von einem ewigen Hin und Her bestimmt sein. Damit wird es sehr schwer, Intimität mit dem universellen Bewusstsein und andauernde Intimität und Freude mit anderen zu erfahren.

Die transzendente Beziehung
Die Männer und Frauen, die sich der rauf-runter Polarität unterordnen, werden Vergnügen und Liebe benutzen, um Beziehung und ihre spirituellen Ziele zu erlangen. Diese Ziele werden mehr mit Sicherheit, Wohlbefinden und Unterstützung des Familienverbandes zu tun haben als damit, Intimität mit dem universellen Bewusstsein erfahren zu wollen.
Entscheidet sich ein Mensch jedoch dazu, die Begrenzungen von Geschlecht und geschlechtlicher Ausrichtung zu durchbrechen, wird er sich für eine transzendente Beziehung entscheiden. In den Interaktionen einer transzendenten Beziehung kann die traditionelle rauf-runter Polarität nicht greifen. Das liegt daran, dass die traditionellen Bedürfnisse einem höheren Ziel untergeordnet werden – der Selbst-Realisierung.
Wenn man seine persönlichen Bedürfnisse unterordnet, kann Energie ohne Einmischung den Gouverneur hinauf und das Konzeptual hinabfließen. Die Chakren werden aktiv und die Energie wird in Form von Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude wie Strahlen der Sonne in alle Richtungen strahlen. Wenn Mann und Frau in der Lage sind, auf diese Weise ihre Energie auszustrahlen, wird Intimität permanent, ihre Freude wird ausstrahlen, und sie werden die Vorteile einer Beziehung erfahren, ohne ihre persönliche Integrität opfern zu müssen.
Männer und Frauen, die dies vollbringen, erkennen, dass Einheit mit dem universellen Bewusstsein ihr größter Herzenswunsch ist, und sie werden sich danach sehnen, das Vergnügen, die Liebe, Intimität und Freude, die aus dem universellen Bewusstsein auftauchen, mit anderen Menschen in einer transzendenten Beziehung zu teilen.
Den Tantrikern nach gibt es zwei Möglichkeiten, wie Menschen die Welt erfahren, nachdem sie die Begrenzungen von Polarität und Geschlecht transzendiert haben.
Männer sind aufgrund ihres Geschlechts auf Shiva (universelles Bewusstsein)
ausgerichtet und streben danach, ihn zu verwirklichen. Wenn sie ihn dann tief in ihrem eigenen Innern entdecken, werden sie ihm erlauben, alles zu zerstören, was sich ihrer Erleuchtung in den Weg stellt.
Das erklärt, warum Männer, die sich für Transzendenz entscheiden, es bevorzugen, sich von allem was sich ständig verändert (Maya) abzuwenden - dazu gehört auch das Universum der Eigenschaften. Aus ihrem losgelösten Zustand strahlen sie, wie ein Vater, Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude in die Welt um sie herum.
Frauen sind hauptsächlich auf Shakti ausgerichtet. Eine Frau wird danach trachten, mit Glückseligkeit erfüllt zu werden, indem sie sich Shiva (universellem Bewusstsein) hingibt und sich von ihm durchdringen lässt. Wenn sie von Glückseligkeit durchdrungen ist und Einheit mit dem universellen Bewusstsein erfährt, sieht sie sich selbst als göttliche Mutter, die das Universum in sich trägt und es mit Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude nährt.

Körper und Geist im Einklang

Seit dem 17. Jahrhundert wird unser Denken und das Streben nach Wissen von Cartesianischem Gedankengut dominiert. Der Philosoph Descartes, dessen Methoden unsere moderne Gesellschaft stark beeinflusst und durchdrungen haben, positionierte Ereignisse in eine logische Reihenfolge, so dass sie besser analysiert werden konnten. Er erklärte Körper und Geist für voneinander getrennt. Laut seiner Methodik ist der Geist des Menschen: „...strikt vom rein körperlichen Dasein getrennt und kann als solches kein Attribut der Körperlichkeit auf sich beziehen. Der Geist – res cogito - ist somit von allen materiellen Dingen getrennt, die im Körper - res extensa - auftreten. Die bloße Materie ... ist streng getrennt von der denkenden Substanz (i.e. dem Geist)“, so Descartes.
Diese Trennung von Körper und Geist war mitverantwortlich für die weltweite technologische ‚Explosion’ der letzten zwei Jahrhunderte. Sie hat die Menschen aber auch ihrer Körper entfremdet und sie in der linear ablaufenden Zeit gefangengenommen.
Im Gegensatz zu den westlichen Philosophen wie Descartes haben tantrische und yogische Meister der östlichen Traditionen schon vor Jahrhunderten erkannt, dass eine Trennung von Körper und Geist illusorisch ist und dass Menschen ewige Wesen sind, die weder durch Zeit noch Raum begrenzt werden können.
Die Tantriker und Yogis lehren vielmehr, dass Vergangenheit und Zukunft dem Bewusstsein des Menschen entstammen (also seinem Geist) und seine Welt mit Farben anfüllen.

Wieder gegenwärtig werden

Auch du kannst dich – wie ein Tantriker oder Yogi – wieder wirklich mit deinem Körper verbinden, um ganzheitlich an der Welt teilnehmen zu können. Um das zu bewerkstelligen, musst du dich richtig in deinem Körper positionieren, indem du aus der linear ablaufenden Zeit heraustrittst in das ewig gegenwärtige Jetzt.
Die meisten Leute haben das Problem, dass sie sich eher leicht vor oder hinter ihrem Körper positionieren. Viele laufen sogar nach vorn- oder hintenüber gebeugt; ihr Atem ist flach und unvollständig, und ihre Stimmlage räsoniert nicht tief aus ihrem Zentrum.
In den östlichen Philosophien hat man erkannt, dass ein Mensch, der sich vor seinem Körper positioniert, eher auf die Zukunft ausgerichtet ist (z.B. in Form von ständigen Erwartungen, Befürchtungen ect.). Positioniert sich jemand eher hinter seinem Körper, ist er auf die Vergangenheit ausgerichtet (z.B. durch Anhaftungen, Trauer, Reue, Rache ect.).
Die Tantriker favorisierten daher eine Positionierung tief im eigenen Zentrum, in ihrem Innern und im Einklang mit dem Körper – wo es weder Vergangenheit noch Zukunft gibt sondern nur das ewig gegenwärtige Jetzt.
Es gibt eine Übung, die dir dabei helfen kann, dich tief im Innern deines Körpers und damit auch im ewig gegenwärtigen Jetzt zu zentrieren und aus der linear verlaufenden Zeit herauszutreten, egal in welcher körperlichen oder energetischen Verfassung du dich befindest.

Übung

Die Übung ist am leichtesten durchzuführen, wenn du dich in die Lotusposition begibst oder aufrecht auf einen geraden Stuhl setzt. Schließ zunächst deine Augen und atme tief durch die Nase, ohne zwischen Ein- und Ausatmung eine Pause zu machen (Yogaatmung). Nach einer kurzen Pause zähle dann langsam und laut rückwärts von fünf bis eins. Wiederhole und visualisiere jeder der Zahlen dabei drei mal im Stillen. Anschließend bekräftige laut: „Ich bin jetzt tief entspannt und fühle mich besser als zuvor.“
Dann zählst du von zehn bis eins rückwärts und lässt dich mit jeder absteigenden Zahl tiefer und tiefer in dich hineinsinken (dein Bewusstsein – nicht deinen Körper!). Nachdem du bei eins angelangt bist, sprichst du die Affirmation: „Jedes Mal, wenn ich auf diese Bewusstseinsebene gelange, bin ich mehr und mehr in der Lage, meinen Geist kreativ zu nutzen.“
Oft führen angestaute Spannungen in der Muskulatur dazu, dass man nur schwer ent-spannen und gegenwärtig werden kann. Um dem Abhilfe zu schaffen, spanne die Muskeln deines ganzen Körpers an und quetsch die Gesichtzüge so fest du kannst zusammen und halte dabei den Atem an. Nach fünf Sekunden entlasse die Luft durch die Nase und entspann dich. Du wirst spüren, dass sich dein Körper jetzt viel leichter anfühlt.
Wenn du bereit bist, fortzufahren, bekräftige: „Es ist meine Absicht, meine Wahrnehmungsorgane nach innen zu richten auf die Ebenen meines Energiefeldes.“
Beinahe augenblicklich wirst du dir eines großen Hohlraums bewusst werden, der deinen stofflichen Körper durchdringt – es ist dein Energiefeld und es kann sich bis zu acht Meter weit in alle Richtungen erstrecken. Nachdem du diese Erfahrung gemacht hast, bekräftige laut: „Es ist meine Absicht, in meinem Energiefeld gegenwärtig zu werden.“
Deine Orientierung wird sich sofort verändern und neu ausrichten. Von deinem neuen Ausgangspunkt – dem Zentrum deines Energiefeldes – aus, wirst du dir gewahr werden, dass du im ewig gegenwärtigen Jetzt existierst und zentriert bist. Nimm dir 15 Minuten, um diese Erfahrung zu genießen. Dann zähle laut von eins bis fünf, bring dich langsam aus der Übung heraus und öffne deine Augen. Je regelmäßiger du diese Übung durchführst - z.B. fünfzehn Minuten täglich - desto leichter wird es dir auch im Alltag fallen, im ewig gegenwärtigen Jetzt präsent und zentriert zu sein.

So wichtig ist Selbstliebe


Du bist aus dem universellen Bewusstsein aufgetaucht, und Du nimmst auf allen physischen und nicht-physischen Dimensionen an Beziehungen teil. Das macht Dich zu einem multidimensionalen Wesen, das die Fähigkeit besitzt, mit einem Partner in einer transzendenten Beziehung Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude zu teilen.
Die Frage ist, was man tun muss, um eine solche Beziehung führen zu können. Muss man sich zunächst selbst lieben, um Liebe teilen und eine transzendente Beziehung mit einem Partner erfahren zu können? Die Antwort lautet: Ja. Wenn man jedoch an einem Mangel an Selbstliebe leidet, stellt sich die Frage, was man tun kann, um seine Selbst-Liebe zu vergrößern.
Um darauf eine Antwort zu finden, müssen wir zunächst zwischen den verschiedenen Arten der Liebe unterscheiden. Dann werden wir einen genaueren Blick auf unseren ‚Mind’ werfen, um herauszufinden, wie unsere verschiedenen Bereiche miteinander und mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Wenn wir das wissen, können wir besser erkennen, was Selbst-Liebe eigentlich ist, welche Rolle sie in transzendenten Beziehungen spielt und wie man, falls nötig, seine Selbst-Liebe verstärken kann.
Werfen wir zunächst einen Blick auf das universelle Bewusstsein - die Grundlage des Universums der Erscheinungen.

Das universelle Bewusstsein
Alte tantrische und yogische Texte stimmen darin überein, dass das universelle Bewusstsein die Grundlage des authentischen Verstandes und von allem anderen im physischen und im nicht-physischen Universum ist. Dazu gehören auch Raum, Zeit, Bewusstsein und Energie.
Dennoch besitzt das universelle Bewusstsein keine definierenden Eigenschaften. Eine genaue Definition ist daher unmöglich. Da sowohl Dein Geist als auch Dein Intellekt, Deine Seele und Dein Körper aus dem universellen Bewusstsein hervorgegangen sind, fehlt ihnen die Kapazität, es zu begreifen oder verstehen zu können. Es wäre paradox – so als ob die Figuren in Deinen Träumen vergeblich versuchen würden, Dich - ihren Schöpfer - zu begreifen. Doch sie verdanken Dir ihre Existenz, und sie existieren und funktionieren innerhalb Deines Bewusstseins.
Was man jedoch über das universelle Bewusstsein sagen kann, ist, dass Liebe aus ihm auftaucht und dass wir ihm das Bewusstsein zu verdanken haben, dies erkennen zu können.
Obwohl die heutigen Psychologen oder Wellness-Anbieter selten zwischen verschiedenen Arten der Liebe unterscheiden, gab es in früher Zeit große Bemühungen, diese Unterscheidungen zu treffen. Die alten Griechen z.B. beschrieben drei Arten von Liebe: Agape – die transzendente Liebe, Filio – die brüderliche Liebe und Eros – die sexuelle Liebe.
Transzendente Liebe ist die, die direkt aus dem universellen Bewusstsein auftaucht. Die Griechen nannten sie Agape und die Yogis Ananda. Agape ist bedingungslose Liebe und strahlt wie die Sonne sowohl auf Sünder als auch auf Heilige.
Da transzendente Liebe direkt aus dem universellen Bewusstsein auftaucht, kann man sagen, dass sie essentiell dasselbe ist wie universelles Bewusstsein.
Das bedeutet, sie kann auf keine Art und Weise beschränkt werden, und sie kann weder dem Einzelnen noch einer bestimmten Gruppe vorbehalten sein. Sie ist auch nicht die Liebe, die wir meinen, wenn wir von Selbst-Liebe reden. Wenn es darum geht, das eigene Selbst zu lieben, kann das universelle Bewusstsein nicht der Liebhaber oder das Objekt der Liebe sein, denn es ist die Quelle von Liebe, Vergnügen, Intimität und Freude – sie gehen aus ihm hervor!

Der authentische Verstand
Dein authentischer Verstand ist ein Vehikel. Durch ihn nimmt das universelle Bewusstsein am Universum der Erscheinungen teil. Der authentische Verstand tauchte aus dem universellen Bewusstsein während der evolutionären Stufen - Tattvas genannt - gemeinsam mit Shakti auf. Als die Evolution in Form der Tattvas voranschritt, wurde eine Hierarchie aus physischen und nicht-physischen Dimensionen geschaffen. Du existierst auf all diesen Dimensionen und auf jeder einzelnen besitzt der authentische Verstand die Kapazität, in einer transzendenten Beziehung Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude zu teilen. Obwohl er so angelegt ist, dass er als ein gemeinsames Ganzes funktioniert, besteht der authentische Verstand aus drei essentiellen Teilen: Paramatman, Jivamatman und dem menschlichen Energiesystem.

Paramatman
Para bedeutet im Sanskrit das Höchste oder das Universelle. In Verbindung mit Atman bezieht es sich auf das, was transzendent ist. Man kann sich Paramatman als transzendenten oder universellen Verstand vorstellen. In jeder Dimension taucht er als einheitliches Feld auf, das alles beinhaltet, was notwendig ist, damit Du Deine innere und äußere Umgebung wahrnehmen und am Universum der Erscheinungen teilnehmen kannst. Paramatman steht in direkter Beziehung zu Atman – Deinem dritten Herzen. Je mehr Du Dir Paramatman bewusst wirst, desto mehr wirst Du die transzendente Liebe erfahren, die aus Atman auftaucht.

Jivamatman
Jiva bedeutet im Sanskrit verkörperte Seele. Jivamatman bezieht sich auf den Teil Deines authentischen Verstandes, der sich aus Geist, Intellekt, Seele und authentischen Verlangen zusammensetzt. Durch Jivamatman kann das universelle Bewusstsein transzendente Liebe erfahren, die sich als Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude manifestiert.
Wie Paramatman ist Jivamatman ausschließlich aus Energie mit universellen Eigenschaften zusammengesetzt und hat sich, ebenso wie Paramatman, aus dem universellen Bewusstsein heraus - durch die Tattvas – entwickelt. Paramatman ist aus undifferenzierten Vehikeln zusammengesetzt, Jivamatman aus energetischen Körpern, Hüllen und Auren, deren Struktur sich nach ihrer Funktion richtet. Durch die Energiekörper, Hüllen und Auren in Jivamatman gelangt man an eine authentische Identität, erlangt Wissen über das Selbst, erfährt authentische Emotionen, Gefühle und Verlangen und kann Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude mit einem Partner teilen.

Das menschliche Energiesystem
Um Paramatman und Jivamatman zu versorgen, besitzt Du ein Energiesystem, das aus Chakren, Auren, Meridianen und den kleinen Energiezentren besteht. Durch Dein Energiesystem kann Energie mit universellen Eigenschaften durch Deine energetischen Vehikel in Paramatman fließen und sie nähren. Dasselbe gilt für Deine Körper, Hüllen und Auren in Jivamatman.
Die Organe Deines Energiesystems ermöglichen Dir zusammen mit den Organen Deines physischen Körpers und Deinen energetischen Vehikeln Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude in einer transzendenten Beziehung miteinander zu teilen.
Wenn Du in Paramatman gegenwärtig bist und Deine Wahrnehmungsorgane nach innen richtest, kannst Du mit Deinem Geliebten in Jivamatman Energie mit universellen Eigenschaften teilen, die aus Deinem Energiesystem auftaucht.
Je mehr Energie durch Dein Energiesystem strahlt, desto größer wird Dein Gewahrsein von Paramatman und desto mehr Liebe bist Du in Jivamatman fähig zu teilen.

Der individuelle Verstand und das Ego
Wenn wir zum individuellen Verstand und zum Ego kommen, befinden wir uns außerhalb des Feldes der universellen Energie (von Shakti und dem authentischen Verstand). Hier besitzen alle Felder individuelle Eigenschaften.
Der individuelle Verstand (und das Ego), die von so vielen Menschen für das Selbst gehalten werden, sind kein struktureller Teil des menschlichen Energiefeldes oder funktioneller Teil des authentischen Verstandes. Es handelt sich vielmehr um eine sich unabhängig entwickelnde Gemeinschaft aus Energiefeldern, die lebendig sind. Sie verfügen ausschließlich über individuelle Eigenschaften.
Obwohl es unzählige dieser Felder gibt, haben sie zwei Dinge gemeinsam: Sie haben die Fähigkeit, ihren Willen zu bekräftigen, und sie können Gewahrsein, Emotionen, Gefühle und Empfindungen ausdrücken. Jedes dieser Felder hat seine individuelle Absicht, die es dazu motiviert, zusammen mit anderen Feldern oder allein zu agieren. Jeder Mensch wird bereits mit Schichten aus Energie individueller Eigenschaften in seinem persönlichen Feld geboren.
Der individuelle Verstand und das Ego können als kollektives, aktives Feld wie ein Ersatzverstand funktionieren. Oft sind sie dem authentischen Verstand gegenüber antagonistisch. Um ihren Willen durchzusetzen, können sie die Funktionen des authentischen Verstandes fälschen und Angemessenheit vortäuschen.
Handlungen, die aus dem individuellen Verstand und Ego auftauchen und Deine Fähigkeit, Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude zu teilen, beeinträchtigen, sind z.B. denken, sich sorgen, verurteilen und das Vergleichen mit anderen – außerdem Handlungen die aus Verlangen oder Aversionen für Dinge mit individuellen Eigenschaften herrühren.
Die Felder, die den individuellen Verstand und das Ego ausmachen, sind Teil eines größeren Feldes, das Maya genannt wird. Im Sanskrit bedeutet Maya soviel wie ‚die Erscheinung der Realität’. Das Mayafeld und die individuellen Subfelder, die Deinen individuellen Verstand und Dein Ego zusammensetzen, haben eine enorme Einwirkung auf Dich. Sie beeinflussen Deine Gesundheit, Dein emotionales und geistiges Wohlbefinden und Deine Beziehungen. Da sie aus Energie mit individuellen Eigenschaften zusammengesetzt sind, können sie keine Liebe ausstrahlen. Wenn die Dichte, die Polarität und der Aktivitätslevel des individuellen Verstandes und des Egos groß genug sind, können sie Dich daran hindern, Selbst-Liebe zu erfahren oder Liebe mit einem Partner in einer intimen Beziehung zu teilen.

Die Wahrheit über Selbstliebe
Aufgrund von dem, was wir über Energiefelder mit individuellen Eigenschaften und dem Feld der Maya wissen, ist klar, dass der individuelle Verstand und das Ego keine Energie mit universellen Eigenschaften entwickeln können – daher können sie auch keine Liebe ausstrahlen. Der individuelle Verstand und das Ego werden auch nicht durch Liebe motiviert – sie wollen überleben und trachten nach Erfüllung ihrer Begierden, die aus den individuellen Feldern aus eigenschaftsbehafteter Energie stammen.
Das erklärt, warum ein Mensch, der eine große Menge an karmischen Ballast in seinem Feld angesammelt hat und Ziel außergewöhnlich vieler äußerer Projektionen ist, unausweichlich einer Weltsicht zum Opfer fallen wird, die besondere Gewichtung auf Besitz, Kontrolle und Manipulation legt, und er wird dies über die Erfahrung von Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude stellen.
Somit dürfte klar geworden sein, dass der individuelle Verstand oder das Ego keine Vehikel sind, die Liebe ausdrücken oder empfangen können. Das bedeutet, sie können weder der Liebende noch der Geliebte sein, wenn es darum geht, sein Selbst zu lieben.
Aus unseren Studien wissen wir außerdem, dass das universelle Bewusstsein die Quelle der Liebe ist, und es wäre absurd zu glauben, dass das universelle Bewusstein sich selbst lieben muss oder seine Selbst-Liebe verbessern sollte, damit man einen anderen Menschen lieben kann.

Ist Selbst-Liebe für eine transzendente Beziehung nötig?
Die naheliegende Schlussfolgerung ist, dass Paramatman der Liebende ist und Jivamatman der Geliebte. Da das Teilen von Liebe mit einem anderen Menschen einen ununterbrochenen Energiefluss durch den authentischen Verstand verlangt, ist es unabdingbar, sich selbst zu lieben, um Liebe auch mit einem anderen Menschen teilen zu können. Wenn Du an einem Mangel an Selbst-Liebe leidest, musst Du etwas dagegen tun.
Dazu musst Du in Paramatman gegenwärtig werden. Anschließend musst Du in Jivamatman gegenwärtig werden und Deine Wahrnehmungsorgane nach innen richten. Wenn Du diese Fähigkeit entwickelst und sie übst, wird transzendente Liebe von Paramatman zu Jivamatman fließen, und das wird Deine Fähigkeit, Liebe mit einem Partner zu teilen, deutlich vergrößern.

Auf in die orgasmische Glückseligkeit

Der tantrischen Sichtweise nach ist der Mensch und seine Beziehungen ein Spiegel des Universums, oder besser gesagt: das gesamte Universum als Mikrokosmos. Das Universum selbst ist laut tantrischer Anschauung die Einheit der männlichen und weiblichen Prinzipien. Sie werden durch Shiva und Shakti, das göttliche Paar, dargestellt. Shakti, das Weibliche (Yin), wird ununterbrochen durch Shiva, das Männliche (Ying), befruchtet.
Diese unaufhörliche Schöpfung und das sexuelle Vergnügen, das durch diesen kreativen Akt entsteht, sind zentrales Thema sowohl für die tantrische Vorstellung von Transzendenz als auch für die tantrische Erfahrung selbst. Im Tantra wird das Universum unaufhörlich durch die Einheit der Gegensätze - Yin und Yang, Shiva und Shakti – geschaffen.
Die daraus entstehende sexuelle Ekstase wird im Grunde genommen gleichgesetzt mit der erfüllten, sexuellen Glückseligkeit, die ein Paar während der sexuellen Vereinigung erfährt. Man kann sagen, dass die menschliche Sexualität im Tantra weit mehr Bedeutung erfährt als bloße sexuelle Fortpflanzung – sie ist vielmehr ein Mittel, um Transzendenz zu erlangen. Tantra hat erkannt, dass zwei Menschen durch sexuelle Ekstase die Beschränkungen durchbrechen können, die dafür sorgen, dass man sich getrennt fühlt. Man kann über diese Trennung hinaus in einen Zustand der Einheit miteinander und mit dem universellen Bewusstsein gelangen.
Um jedoch diese sexuelle Energie teilen zu können, sowie auch das Vergnügen, die Liebe, die Intimität und Freude, die daraus auftauchen, muss man erst einmal orgasmische Glückseligkeit miteinander erfahren. Nur dann können Vergnügen, Liebe, Intimität und Freude ohne Angst und Verurteilung mit einem Partner geteilt werden, den man liebt und dem man vertraut.

Orgasmische Glückseligkeit

Um orgasmische Glückseligkeit zu erfahren, kannst Du ein Mudra benutzen, das speziell für diesen Zweck erdacht wurde. Ein Mudra ist eine symbolische Geste, die man mit Händen und Fingern ausführt oder auch in Verbindung mit der Zunge und einer Sitzposition. Jedes Mudra hat eine besondere Auswirkung auf Dein Energiefeld und den Energiefluss darin. Wenn Du das folgende Mudra praktizierst, kann es Dich in einen Zustand orgasmischer Glückseligkeit versetzen.
Platziere Deine Zungenspitze an Deinem oberen Gaumen. Gleite mit ihr langsam nach hinten bis zu dem Punkt, wo sich der Gaumen hinter dem Knochen nach oben öffnet und weich wird. Lass die Zunge in dieser Position und bring Deine Füße so zusammen, dass sich die Fußsohlen berühren. Führe Deine Hände vor deinen Solarplexus und lege die Spitzen beider Daumen aneinander (Nagel neben Nagel). Dann leg Deine Zeigefinger von ihrer Spitze bis zum ersten Gelenk aneinander. Dasselbe machst Du mit dem Mittelfinger. Ring- und kleine Finger sollten in die Handfläche eingerollt sein. Wenn Zunge, Finger und Füße in der richtigen Position sind, schließe Deine Augen und beginn, durch die Nase zu atmen.
Führe das Mudra zehn Minuten lang aus. Wenn Du fertig bist, löse zuerst die Finger voneinander, dann die Füße und zuletzt die Zunge. Dann zählst Du von eins bis fünf und öffnest bei fünf Deine Augen. Du wirst vollkommen wach sein, entspannt und Dich besser fühlen als zuvor.
Obwohl es unterschiedliche Erfahrungen gibt, berichten die meisten Menschen von einer dramatischen Veränderung ihres inneren Zustands, wenn sie das Mudra praktizieren. Anhaftungen verblassen und rasch stellt sich ein Zustand inneren Friedens ein.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Interview mit Keith Sherwood im Magazin Sein


Das menschliche Energiesystem ähnelt einem gigantischen Umspannwerk, in dem die Energie des übergeordneten Lebendigen Feldes in die Frequenzen und Energieformen transformiert wird, die unsere verschiedenen Energiekörper benötigen. Die Chakren nehmen dabei mit einer Vielzahl von Funktionen einen besonderen Platz ein. Sein sprach mit dem spirituellen Lehrer Keith Sherwood.

Was ist eigentlich dieses übergeordnete Lebendige Feld und wie kann man es definieren?

Keith Sherwood: Erst einmal: Es lässt sich nicht definieren, da es außerhalb von Raum und Zeit liegt. Ich nenne es einfach göttliches Bewusstsein. Es teilt sich in zwei Felder auf, in denen es erscheint. Das eine ist das Prana, eine Energie, die man nicht als eine bestimmte Gefühlsqualität erfahren kann. Sie kann Kundalini, Chi, Christus-Energie oder auch anders genannt werden. Wenn du sehr viel davon hast, dann fühlst du dich leicht, beschwingt, kraftvoll, motiviert, voller Freude, liebend. Aber man kann nicht sagen, dass Freude Prana wäre. Viel Prana ermöglicht es, die Freude in deinem Körper zu spüren, die sowieso schon immer da war. Die zweite Art, wie sich das göttliche Bewusstsein zeigt, ist das Feld von Maya, das Feld der Phänomene unterschiedlicher Qualitäten, aus dem sich unsere ganze Welt manifestiert. Dieses Feld hat negative wie auch positive Schwingungen, dichte und feine Energie und solche mit unterschiedlicher Polarität.

Wie kommt es, dass Gefühle wie Angst oder Verzweiflung in uns auftauchen?

Keith Sherwood:
Indem wir uns mit unserem Ich identifizieren, einer bestimmten Feldqualität, reagieren wir auf andere Qualitäten der uns umgebenden Energiefelder mit Anziehung oder Abwehr. Nur wenn wir in unserem Höheren Bewusstsein zentriert sind, reagieren wir auf die Energien um uns herum nicht. Wir finden sie einfach interessant, nehmen sie wahr - wie wenn wir einen Spielfilm anschauen ohne uns darin zu verwickeln. Aber der Spielfilm ist nur dann eine entspannte Unterhaltung, wenn du dich als den Zuschauer erkennst. Wenn du dich mitten in einer Schlacht wähnst, dann findest du das nicht spannend, dann bekommst du einfach Angst.

Wie arbeitet das menschliche Energiesystem, in dem sich das alles abspielt, und wie klinkt es sich in das übergeordnete Feld ein?


Keith Sherwood:
Das menschliche Energiesystem ist aus fünf Organgruppen zusammengesetzt, die sowohl miteinander als auch mit den Energiekörpergemeinschaften, die sie energetisch versorgen, gemeinschaftlich funktionieren. Diese fünf Organgruppen sind: die Chakren, die Auras, die Meridiane, die kleinen Energiezentren in den Händen und Füßen und die Kandas. Man kann sich das menschliche Energiesystem als Kraftfabrik oder Netz aus Umspannungswerken vorstellen, die das Bewusstsein des Selbst (Atman) in eigenschaftslose Energie (Prana) umwandeln, ferner eigenschaftslose Energie von einer Frequenz in eine andere und eigenschaftsbehaftete Energie in feinstoffliche Materie.

Wie genau funktioniert dieses Kraftwerk und was sind seine Hauptkomponenten?


Keith Sherwood:
Verdienterweise erhalten die Chakren die größte Aufmerksamkeit. Sie dienen sowohl im einzelnen als auch kollektiv als energetische Tore und/oder Strudel, die das Selbst, das göttliche Bewusstsein mit den Welten und Dimensionen des höheren und niederen Verstandes und mit deren Funktionen und Aspekten verbinden. Die Chakren haben aber noch weitere Funktionen gemeinsam: Zusammen wandeln sie beispielsweise das Bewusstsein des Selbst in Prana um und verteilen es - in Verbindung mit den Meridianen - in die Energiekörpergemeinschaften des höheren und niederen Verstandes. In einer weiteren Funktion dienen die Chakren als Transformatoren. Hierbei wandeln sie automatisch Prana, das sie übermittelt haben, von einer Frequenz in eine andere um, je nachdem welche Frequenz von den Energiekörpern und aurischen Feldern, die sie umgeben, benötigt wird.

Wenn das alles von selbst geschieht: Woher kommen dann unsere Schwierigkeiten?

Keith Sherwood:
Im Grunde ist jeder von uns bereits erleuchtet. Allerdings ist das Energiesystem der meisten Menschen so durcheinander, dass sie das nicht wahrnehmen können. Indem wir die „Maschine“ reparieren, also unsere Energiekörper von Karma reinigen und die Chakren aktivieren, kann sich unser göttliches Bewusstsein wieder offenbaren. Die Aufgabe eines Lehrers ist es zu wissen, wie die Maschine arbeitet und wie sie repariert werden kann, damit sich dieses göttliche Bewusstsein voll entfalten kann. Ob wir es erreichen, liegt nur an unserer Ausrichtung: Wollen wir die durchaus faszinierenden, aber auch leidvollen Höhen und Tiefen der Welt wieder und wieder erfahren oder wollen wir erwachen. Die Umpolung der Prioritäten ist bei den meisten Menschen ein wechselhafter Prozess: Du machst spirituelle Erfahrungen und dann zieht dich wieder irgendetwas in der Welt an, bis du Leid erfährst und du dich wieder auf das Göttliche ausrichtest. Je mehr Karma du bearbeitest hast, desto leichter fällt die Entscheidung für das Göttliche.